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Dämmstoffe im Vergleich: Welche Dämmstoffe gibt es?

Sanierung Lesedauer: 7 min

Möchten Sie Ihr Haus mit einer Wärmedämmung versehen und sind auf der Suche nach den passenden Dämmstoffen und Dämmsystemen? Erfahren Sie alles über die wichtigsten Dämmstoffe fürs Haus und ihre spezifischen Eigenschaften.
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Welche Dämmstoffe sind die richtigen für Ihr Haus? Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: den baulichen Gegebenheiten, der gewünschten Dämmleistung, der Gestaltung und Ihrem Budget. Wir empfehlen, Energieberater und Fachhandwerker zu beauftragen, um das passende System und die richtigen Dämmstoffe für Ihr Haus zu finden. Sicher ist: Eine Wärmedämmung ist eine der wichtigsten Maßnahmen einer energetischen Sanierung.

Inhaltsverzeichnis

  • Dämmstoffe im Vergleich
  • Welche wichtigen Eigenschaften sind bei Dämmstoffen zu beachten?
  • Dämmstoff Vergleichstabelle
  • Welche Dämmsysteme gibt es?
  • Dämmung gehört in professionelle Hände
  • Dämmstoffe im Vergleich

    Es gibt drei verschiedene Arten von Dämmstoffen:

    • Synthetische Dämmstoffe
    • Mineralische Dämmstoffe
    • Natürliche Dämmstoffe

    Zwei Drittel aller Hausbesitzer entscheiden sich für den synthetischen Dämmstoff Polystyrol – besser bekannt als Styropor-Dämmung. An zweiter Stelle steht Mineralwolle, die insbesondere wegen ihrer hohen Brandsicherheit beliebt ist. Danach folgen auf dem dritten Platz die organischen Dämmstoffe, die besonders nachhaltig sind. Hier der Vergleich der Dämmstoffe im Überblick:

    Das bestätigt auch Dämmstoffexperte Dr. Eike Messow der Stühlinger Firma Sto:

    Styropor ist im Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis eines der effizientesten Materialien zum Dämmen.

    Dr. Eike Messow

    Mineralische Dämmstoffe

    Mineralische Dämmstoffe, zu denen Steinwolle, Glaswolle und Mineralschaum gehören, werden aus anorganischen Materialien wie Stein, Sand oder Kalk gefertigt. Diese können sowohl synthetischer als auch natürlicher Herkunft sein. Besonders geschätzt wird Mineralwolle aufgrund ihrer hohen Dämmeffizienz und ausgezeichneten Brandschutzeigenschaften.

    Organische Dämmstoffe

    Organische, auch als Naturdämmstoffe bezeichnete Materialien, werden aus nachwachsenden Quellen wie Holzfaser, Zellulose, Hanf, Kokosfaser, Flachs, Jute, Kork, Schafwolle, Stroh oder Seegras gewonnen. Diese ökologischen Dämmstoffe zeichnen sich durch ihre Nachhaltigkeit aus. Sie bestehen in der Regel aus natürlichen Rohstoffen, tierischen oder pflanzlichen Ursprungs. Um eine stärkere Bindung und erhöhten Brandschutz zu gewährleisten, werden sie häufig imprägniert oder mit künstlichen Fasern verstärkt. Diese Zusätze bedeuten jedoch nicht, dass organische Dämmstoffe gänzlich unnachhaltig oder nicht naturbelassen sind – sie gelten dennoch als umweltfreundlichere Alternative im Vergleich zu mineralischen oder synthetischen Dämmmaterialien.

    Welche wichtigen Eigenschaften sind bei Dämmstoffen zu beachten?

    Beim Vergleich von Dämmstoffen für Bauvorhaben stoßen Laien häufig auf Fachbegriffe, deren Verständnis für die Auswahl der richtigen Dämmung entscheidend ist.

    Dämmstoff Vergleichstabelle

    In der Dämmstoff Vergleichstabelle erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Dämmstoffe, einschließlich allgemeiner Informationen. Momentan sind vor allem mineralische und synthetische Dämmmaterialien sehr beliebt, wobei auch pflanzliche Dämmstoffe zunehmend an Popularität gewinnen. Wesentliche Merkmale von Dämmstoffen sind unter anderem die Wärmeleitfähigkeit und der Schutz gegen Hitze.

    Info zur Wärmeleitfähigkeit

    Die Wärmeleitfähigkeit λ eines Stoffs wird in W/(mK) angegeben. Die Zahl gibt Auskunft darüber, welche Wärmemenge Q durch eine 1 m dicke Schicht transportiert wird, wenn sich die Temperatur um ein Kelvin ändert. Je kleiner λ ist, desto besser ist das Dämmvermögen eines Baustoffes.

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    Quelle: http://www.waermedaemmstoffe.com/htm/uebersicht.htmhttps://www.energieheld.de/daemmung/daemmstoffe

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    Welche Dämmsysteme gibt es?

    Ein Dämmstoff kommt nie allein! Denn er ist immer Teil eines ganzen Systems. Die gängigsten Dämmsysteme fürs Haus haben wir für Sie zusammengestellt:

    Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

    Ein WDVS ist ein System aus aufeinander abgestimmten Dämmschichten und die am weitesten verbreitete Art, ein Haus zu dämmen. Dabei wird der Dämmstoff direkt auf der Außenfassade verklebt – meist Polystyrol (Styropor) oder Mineralwolle.

    Darüber folgt die sogenannte Armierungsebene, eine Art Mörtel, der mit Glasfasergewebe verstärkt wird. Sie macht das WDVS widerstandsfähig gegen Temperaturschwankungen und Wetter. Die oberste und sichtbare Beschichtungsebene ist in der Regel aus Putz, auch Klinker oder Ziegel lassen sich gut aufbringen. Sie haben also vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

    Vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF)

    Für die VHF wird eine Unterkonstruktion aus Holz oder Metall auf dem Mauerwerk angebracht. Darauf werden die Materialien für die Verkleidung befestigt, zum Beispiel Holz oder Schiefer. Dazwischen kommt eine Schicht Dämmstoff, in der Regel aus Mineralwolle. Durch einen Lüftungsspalt zwischen Dämmstoff und Fassade kann Luft zirkulieren und Feuchtigkeit aus dem Haus entweichen. Zugleich ist die Fassade gut vor Feuchtigkeit und Schall von außen geschützt.

    Maßgeblich für den Energieverbrauch in einem Gebäude ist sein Wärmeverlust, etwa an Außenwänden und Fenstern. Zusätze im Heizwasser helfen hingegen nicht beim Sparen, so eine Energieexpertin.
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    Maßgeblich für den Energieverbrauch in einem Gebäude ist sein Wärmeverlust, etwa an Außenwänden und Fenstern. Zusätze im Heizwasser helfen hingegen nicht beim Sparen, so eine Energieexpertin. (Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn)

    Die entscheidenden Vorteile der VHF:

    • Unebenheiten im Untergrund gleicht sie aus und bietet zusätzlich einen sehr guten Schallschutz.
    • Bei größeren Feuchtigkeitsproblemen ist diese Art der Dämmung die beste Wahl, auch wenn sie um einiges teurer ist als ein WDVS.

    Kerndämmung bzw. Einblasdämmung

    In Neubauten können von vornherein zweischalige Wände mit Kerndämmung geplant werden. Als Dämmstoff dient in der Regel Zellulose oder Mineralwolle. Eine Einblasdämmung kommt insbesondere bei Altbauten mit verklinkerten Außenwänden infrage. Zwischen der Hintermauer und der vorgesetzten Klinkerschale befindet sich ein Hohlraum, der aufgebohrt wird. In diesen Luftraum werden Flocken geblasen – daher der Name Einblasdämmung.

    Innendämmung

    Wenn Wände von innen gedämmt werden, bedeutet das automatisch einen Raumverlust. Entscheiden Sie sich für diese Variante nur, wenn Sie Dämmstoffe von außen nicht aufbringen können – etwa wenn Ihr Haus auf der Grundstücksgrenze oder die Fassade unter Denkmalschutz steht oder das Fachwerk sichtbar bleiben soll. Dabei werden zum Beispiel Dämmstoffplatten aus Mineralschaum oder Mineralwolle angebracht. Auch klimafreundliche Dämmstoffe wie Holzfasern, Hanf oder Zellulose sind eine gute Alternative.

    Wenn die Innendämmung notwendig ist, etwa aufgrund von Denkmalschutz oder sichtbarem Fachwerk, bieten sich klimafreundliche Dämmstoffe wie Holzfasern oder Hanf an.
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    Wenn die Innendämmung notwendig ist, etwa aufgrund von Denkmalschutz oder sichtbarem Fachwerk, bieten sich klimafreundliche Dämmstoffe wie Holzfasern oder Hanf an. (Foto: Alexander Ludwig)

    Dämmung gehört in professionelle Hände

    Überlassen Sie die Auswahl des passenden Dämmsystems und der passenden Dämmstoffe für Ihr Haus unbedingt einem qualifizierten Energie- oder Fachberater und engagieren Sie Fachhandwerker für die Umsetzung. So können Sie viele Jahrzehnte den Wohnkomfort Ihres gut gedämmten Hauses genießen und zudem Ihre Energiekosten spürbar senken.

    Für den Inhalt dieses Artikels ist verantwortlich:

    Sto SE & Co. KGaA
    Ehrenbachstraße 1
    79780 Stühlingen

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