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BAFA Förderung 2024 für Ihre Sanierung - Experteninterview

Ein Beitrag von: BAUEN & WOHNEN

Von Förderquoten bis zu spezifischen Maßnahmen - erfahren Sie von unserem Experten Michael Maucher, was es aktuell beim Sanieren und Renovieren zu beachten gibt.
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Möchten Sie in ein energie­effizientes Zuhause inves­tieren? Eine gute Idee! Allein mit einer Dämmung der Außenwände und Sonnenschutz an den Fenstern können Sie bis zu 35 % Energie­kosten sparen. Wir haben im nachfolgenden Interview alle aktuellen Förderungen mit Michael Maucher von der Energieagentur Ravensburg besprochen. Das ausführliche Interview hier im Video.

Energieberater ist erforderlich

Für viele Maßnahmen benötigen Sie einen Energieberater, dessen Kosten bislang bezuschusst wurden. Maucher betont, dass die Förderung des Energieberaters von Haushaltssperren nicht betroffen ist. So steht einer hohen Förderung nach einem Termin mit einem Energieberater nichts mehr im Wege.


Dämmung: Von Zuschüssen bis zu Mindestanforderungen

Wenn Sie die Außenwände Ihres Hauses dämmen möchten, sind die Vorgaben des Gebäude­energie­gesetzes (GEG) wichtig für Sie. Im GEG ist fest­gelegt, wie effizient die Dämmung von Ein- und Zwei­familien­häusern mindestens sein muss. Die gesetzliche Regelung gilt dann, wenn Sie mindestens 10 % der Fassaden­fläche sanieren. Egal ob Dach, Fassade oder Keller – mit einer Förderquote von bis zu 20 Prozent (15 % Grundförderung und 5 % mit Sanierungsfahrplan) und einer möglichen Fördersumme von bis zu 60.000 € pro Wohneinheit bleibt die KfW Bundesförderung eine wichtige Unterstützung.

Sonnige Förderung - sommerlicher Wärmeschutz

Eine Maßnahme, die zwar nicht direkt die Gebäudehülle betrifft, aber trotzdem gefördert wird, ist der sommerliche Wärmeschutz. Dazu zählen unter anderem Jalousien, Rollläden oder andere Vorrichtungen, die den Hitzeeintritt in das Gebäude im Sommer mindern. Der sommerliche Wärmeschutz wird vom Staat mit 15 Prozent gefördert - unabhängig von anderen Maßnahmen.

Förderung für Lüftungsanlagen und SmartHome

Die Einbindung von Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung in Lüftungsanlagen wird ebenfalls gefördert. „Diese Anlagen ermöglichen im Winterhalbjahr eine beeindruckende Energieeinsparung von etwa 80 Prozent, da die Heizung weniger beansprucht wird“, erklärt Michael Maucher. Neben diesen Anlagen werden auch Smart Home-Systeme, die eine effiziente Regelung ermöglichen, gefördert. Die Förderung für die oben genannten Maßnahmen beläuft sich auf bis zu 20 Prozent. Dabei wird klargestellt, dass die SmartHome-Systeme nicht nur einzelne Geräte wie Radios steuern, sondern diese in die ganzheitliche Infrastruktur des Gebäudes eingebunden sein müssen.

Sanierung zum Effizienzhaus

"Alle oben aufgeführten Maßnahmen sind sogenannte Einzelmaßnahmen", erklärt Michael Maucher. Die Ausbaustufe ist die Sanierung zum Effizienzhaus. Die Werte 40 bis 85 definieren die unter­schied­lichen Effizienz­haus-Stufen. Je kleiner die Kenn­zahl ist, desto geringer ist der Energie­bedarf der Immobilie. Als Vergleich dient ein Referenz­gebäude, das den Vorgaben des Gebäude­energie­gesetzes (GEG) entspricht. Bei der ganzheitlichen Sanierung gibt es je nach Effizienzhaus-Stufe bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit.