StartseiteRatgeberBauen & WohnenGarten & BalkonGartenTipps für die perfekte Gartenbewässerung - So planen Sie richtig

Verlagsinhalt

Tipps für die perfekte Gartenbewässerung - So planen Sie richtig

Ein Beitrag von: Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.

Mit der richtigen Planung der Gartenbewässerung sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Lernen Sie die verschiedenen Möglichkeiten für Ihren Garten kennen.
Artikel teilen:

Eine effiziente Gartenbewässerung ist von großer Bedeutung für die Gesundheit und Schönheit Ihres Gartens. Eine gut durchdachte Planung der Bewässerungsanlage ermöglicht es, den Wasserverbrauch zu optimieren und gleichzeitig Zeit und Arbeit zu sparen. In diesem How-to-Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Gartenbewässerung planen, um eine nachhaltige und effiziente Bewässerung zu gewährleisten.

Warum eine Gartenbewässerung planen?

Die Gewährleistung einer effizienten Gartenbewässerung ist von entscheidender Bedeutung für das gedeihliche Wachstum und die Vitalität Ihrer Pflanzen. Durch eine kontinuierliche Bewässerung wird sichergestellt, dass Ihre Blumen, Gemüsepflanzen und Bäume stets ausreichend mit Wasser versorgt werden und somit in bestmöglicher Verfassung gedeihen können. Eine sorgfältig durchdachte Bewässerungsanlage eröffnet eine Vielzahl von Vorteilen:

  • Wasserersparnis: Durch eine gezielte Bewässerung wird das Wasser direkt zu den Pflanzen geleitet, ohne unnötig zu verdunsten oder zu versickern. Dadurch wird der Wasserverbrauch reduziert und wertvolles Wasser gespart.
  • Zeitersparnis: Automatische Bewässerungssysteme nehmen Ihnen die Arbeit ab, täglich den Gartenschlauch in die Hand zu nehmen. Stattdessen erfolgt die Bewässerung zu den von Ihnen festgelegten Zeiten automatisch.
  • Verbesserung des Pflanzenwachstums: Eine regelmäßige und bedarfsgerechte Bewässerung fördert das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme der Pflanzen, was zu einem gesunden Wachstum und zu einer üppigen Blütenpracht führt.
  • Vermeidung von Schäden: Zu viel oder zu wenig Bewässerung kann die Pflanzen schädigen. Eine automatische Bewässerungsanlage sorgt dafür, dass die Pflanzen genau die richtige Menge Wasser erhalten.

Hinter einer perfekt eingespielten und intelligenten Bewässerungsanlage steckt viel Expertise.


Die professionelle Planung sollte von einer fachkundigen Person erfolgen, die ein Verständnis für Pflanzen hat und weiß, wie viel Wasser jede Pflanze benötigt. Die professionelle Planung sollte von einer fachkundigen Person erfolgen, die ein Verständnis für Pflanzen hat und weiß, wie viel Wasser jede Pflanze benötigt. Die Steuerung der Anlage kann von einer einfachen Wasserzeitschaltuhr bis hin zu einem Bewässerungscomputer mit App-Steuerung reichen.

Schritt 1: Analyse der Bewässerungsbedürfnisse

Um eine effiziente Gartenbewässerung zu planen, ist es wichtig, den Wasserbedarf der verschiedenen Pflanzen im Garten zu analysieren. Verschiedene Faktoren beeinflussen den Wasserbedarf, wie die Art der Pflanze, ihre Wachstumsphase, der Standort im Garten, die Bodenbeschaffenheit und das lokale Klima.

Eine effiziente Gartenbewässerung erfordert eine Analyse des Wasserbedarfs und des Standorts.
Eine effiziente Gartenbewässerung erfordert eine Analyse des Wasserbedarfs und des Standorts. (Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn)

Einige Pflanzen, wie zum Beispiel Gemüse und frisch gepflanzte Bäume, haben einen höheren Wasserbedarf als robuste Stauden oder Trockenpflanzen. Daher ist es ratsam, die Bewässerungsanlage so zu planen, dass unterschiedliche Bewässerungszonen für die verschiedenen Pflanzenarten entstehen.

Um den Wasserbedarf genauer zu bestimmen, können Sie den Boden auf Wasserretention prüfen.

Was ist Wasserretention?

Die „Wasserretention“ bezieht sich auf die Fähigkeit eines Bodens oder eines anderen Substrats, Wasser zu speichern und zurückzuhalten, anstatt es schnell abfließen zu lassen oder zu versickern.

Ein Boden mit hoher Wasserretention kann Wasser effektiv aufnehmen und speichern, was für das Pflanzenwachstum von Vorteil ist, da die Wurzeln Zugang zu einer konstanten Quelle von Feuchtigkeit haben. Dies ist besonders wichtig in trockenen Perioden, in denen Pflanzen auf die in der Erde gespeicherte Feuchtigkeit angewiesen sind.

Lehmiger Boden hält das Wasser länger zurück als sandiger Boden, was sich auf die Bewässerungsfrequenz auswirken kann. Die örtlichen Gegebenheiten und das Klima sollten ebenfalls bei der Festlegung des Bewässerungsbedarfs berücksichtigt werden.

Schritt 2: Planung der Bewässerungsanlage

Die Planung der Bewässerungsanlage sollte auf einer sorgfältigen Analyse der Gartenbedürfnisse und der örtlichen Gegebenheiten basieren. Wenn Sie beispielsweise eine Zisterne haben, die regelmäßig mit Regenwasser gespeist wird, können Sie diese mit Hilfe einer Pumpe nutzen. Es gibt verschiedene Arten von Bewässerungssystemen zur Auswahl, wie zum Beispiel Tropfbewässerung, Sprinkleranlagen oder automatische Bewässerungssysteme mit Sensoren.

Bei der Planung der Bewässerungsanlage ist es wichtig, die Gartenstruktur, die Pflanzfläche und die Wasserversorgung zu berücksichtigen. Die Bewässerungszonen sollten so angelegt werden, dass die Pflanzen mit ähnlichem Wasserbedarf beieinander stehen. Dies ermöglicht eine gezielte und bedarfsgerechte Bewässerung.


Schritt 3: Auswahl der geeigneten Bewässerungskomponenten

Bei der Auswahl der Bewässerungskomponenten sollten Sie hochwertige und langlebige Produkte wählen, die den Anforderungen Ihres Gartens entsprechen. Man unterscheidet zwischen der konventionellen Bewässerung mit Kreis- oder Düsenregnern und der Mikrobewässerung mit Mikrosprühern und Tropfern. In den meisten Fällen empfiehlt sich eine Kombination der Komponenten. So werden größere Grundflächen mit der konventionellen Bewässerung abgedeckt und Beete und nicht zusammenhängende Flächen mit der Mikrobewässerung versorgt. Mit der richtigen Auswahl an Komponenten können Sie Ihren Garten wassersparend und schonend bewässern.

Einige wichtige Komponenten, die Sie für ein Bewässerungssystem benötigen, sind:

  • Wasseranschlüsse zum Anschließen von Schläuchen an den Wasserhahn oder die Pumpe.
  • Bewässerungsventile regeln den Wasserfluss und die Bewässerungsintervalle.
  • Schläuche leiten das Wasser von der Wasserquelle zu den Pflanzen.
  • Sprühköpfe oder Tropfer verteilen das Wasser gleichmäßig auf die Pflanzen.
  • Sprinkler versprühen Wasser über den Garten und sorgen so für eine gleichmäßige Bewässerung größerer Flächen.
  • Viereck- und Kreisregner eignen sich gut, um Rasenflächen zu bewässern.
  • Versenkregner kommen bei unterirdisch verlaufenden Wasserschläuchen zum Einsatz. Wenn der Wasserfluss stoppt, verschwinden sie im Boden.
  • Steigrohre mit Doserstücken oder Düsen dienen zur Bewässerung von nicht ebenerdig wachsenden Pflanzen.

Smarte Bewässerungssysteme

Mittlerweile gibt es smarte Bewässerungssysteme, die mit Hilfe der zuvor genannten Komponenten und Sensoren die Bewässerung smart steuern. Über eine App auf Ihrem Smartphone oder Tablet lässt sich die Bewässerungsanlage einstellen. So kann man im Extremfall aus dem Urlaub die Bewässerungsanlage kontrollieren und sogar regulieren. Es gibt nicht nur das Smart Home, sondern auch den Smart Garden. Darüber hinaus unterstützen einige Systeme die Nutzung von Wetterdaten, um den Bewässerungsbedarf automatisch anzupassen. So kann die Bewässerung bei Regen oder kühleren Temperaturen reduziert oder pausiert werden, um Wasser zu sparen.

Schritt 4: Installation und Inbetriebnahme der Bewässerungsanlage

 In einer Zisterne kann man in regenreichen Zeiten genügend Regenwasser sammeln, um das Jahr über Waschmaschine, WC und Garten ohne wertvolles Trinkwasser zu betreiben.
In einer Zisterne kann man in regenreichen Zeiten genügend Regenwasser sammeln, um das Jahr über Waschmaschine, WC und Garten ohne wertvolles Trinkwasser zu betreiben. (Foto: Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung)

Die Installation der Bewässerungsanlage erfordert einige Schritte:

1. Schritt

Die Wasserquelle, z.B. ein Wasseranschluss oder eine Zisterne, sollte entsprechend vorbereitet und an das Bewässerungssystem angeschlossen werden.

2. Schritt

Legen Sie die Bewässerungsschläuche oder Tropfrohre entsprechend der Bewässerungsplanung im Garten aus. Graben Sie bei Bedarf Verteilungsschläuche ein.

3. Schritt

Befestigen Sie die Sprüher, Wurfkreis- oder Streifendüsen an den Schläuchen.

4. Schritt

Schließen Sie die Bewässerungsventile an die Wasserquelle an.

5. Schritt

Prüfen Sie die Funktionsfähigkeit der Bewässerungsanlage und stellen Sie die Bewässerungsintervalle ein.

6. Schritt

Überprüfen Sie regelmäßig die Funktionsfähigkeit der Bewässerungsanlage und passen Sie die Einstellungen bei Bedarf an.

7. Schritt

Sobald alle Schritte abgeschlossen sind, kann die Bewässerungsanlage in Betrieb genommen werden und den Garten automatisch mit Wasser versorgen.

Profi-Tipp von Kai Seidel

Es empfiehlt sich, den Rasen nicht jeden Tag zu gießen, sondern ihn dazu zu erziehen, seine Wurzeln auch in die tieferen Horizonte auszustrecken, damit er stressresistenter für Trockenperioden wird.

Fazit

Die Gartenbewässerung zu planen ist eine lohnende Investition, die zu gesunden Pflanzen, einem schönen Garten und einer nachhaltigen Nutzung von Wasser führt. Verwenden Sie trockenheitsvertägliche Pflanzen, die von vorneherein wenig Wasser benötigen. Gerade beim Rasen kann es lohnenswert sein, auf Kräuterrasen umzusteigen, der mehr Hitze verträgt.

Die Analyse der Bewässerungsbedürfnisse, die sorgfältige Planung der Bewässerungsanlage und die Auswahl der geeigneten Komponenten sind entscheidende Schritte für ein erfolgreiches Gartenbewässerungssystem. Mit der richtigen Planung und Installation einer automatischen Bewässerungsanlage können Sie den Wasserverbrauch reduzieren und gleichzeitig mehr Zeit im Garten genießen. Planen Sie Ihre Gartenbewässerung und schaffen Sie sich eine grüne Oase, die Ihre Pflanzen zum Blühen bringt und Ihnen Freude bereitet.

Für den Inhalt dieses Artikels ist verantwortlich:

Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.
Alexander-von-Humboldt-Str. 4
53604 Bad Honnef