Alltagsmythen im Check
"Schtimmt dees?": Aufgewärmter Spinat ist giftig
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Wer zu viel gekocht hat, geht gerne dazu über, die Reste für den nächsten Tag aufzubewahren. Das hat zwei positive Aspekte. Erstens: keine Lebensmittelverschwendung durch weggeworfene Essensreste. Und zweitens: Wir sparen uns die Zeit, die sonst am nächsten Tag fürs Kochen draufgegangen wäre. Bei Spinat ist das allerdings so eine Sache.
Schon die Generationen vor uns wussten schließlich: Aufgewärmter Spinat ist giftig. Und tatsächlich kann sich aufgewärmter Spinat schlecht auf unsere Gesundheit auswirken – wenn dieser nach der Zubereitung nicht richtig gelagert wird.
Nitrat im Spinat
Grund dafür ist das im Spinat enthaltene Nitrat. Breiten sich Bakterien in der Speise aus, können diese das Nitrat in Nitrit umwandeln. Nitrit ist ein für den Menschen giftiger Stoff, aus dem sich im sauren Magen sogenannte Nitrosamine bilden. Und diese können krebserregend wirken.

"Schtimmt dees?"
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Dennoch ist, was diesen Mythos anbelangt, Entwarnung angesagt. Denn heutzutage lassen sich solche Kettenreaktionen durch das richtige Lagern einfach vermeiden. Dazu ist es wichtig, die Reste des frisch zubereiteten Spinatgerichts schnell auskühlen zu lassen und diese dann in den Kühlschrank zu stellen. Die niedrigen Temperaturen verhindern, dass sich die Bakterien ausbreiten und sich Nitrit bildet.
Vorsicht geboten ist bei Babys und Kleinkindern
Trotzdem sollte beim erneuten Aufwärmen darauf geachtet werden, dass das Gericht gut und gleichmäßig erhitzt wird. Auch sollte der Spinat nicht mehr als einmal erneut aufgewärmt werden.
Der Mythos stammt aus einer Zeit, in der das Kühlen solcher Speisen noch nicht ohne Weiteres möglich und die Hygienesituation eine andere war. Babys und Kleinkinder sollten sicherheitshalber aber keinen Spinat essen, der nochmals aufgewärmt wurde.
