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Gehen Sie auf Entdeckungsreise

Ausflugstipps in der Burgenregion Allgäu-Außerfern

Über 40 Burgen, Schlösser und Ruinen im Allgäu bieten historische Einblicke und faszinierende Erlebnisse für die ganze Familie.

Region Lesedauer: 4 min


Veröffentlicht: Uhr

Die „Burgenregion Allgäu-Außerfern“ umfasst über 40 Burgen, Ruinen, Schlösser und Stadtbefestigungen. Zahlreiche Veranstaltungen bieten Erlebnisse für die ganze Familie. Fast alle Burgen sind ganzjährig kostenlos zugänglich. Vor Ort informieren Tafeln über Baugeschichte, Bedeutung und historische Hintergründe. Es gibt viel zu erkunden: 700 Jahre Wehrbaugeschichte, alle topografischen Burgentypen, von Wasserburg über Höhlenburg bis Gipfelburg, sowie architektonische Burgentypen von Erdhügelburg bis Festungswerk. Zu den Höhepunkten zählen die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Hohes Schloss Füssen

Heute nutzt das Finanzamt den Südflügel, im Nordflügel befinden sich zwei Gemäldegalerien. Besonders bemerkenswert sind die spätgotischen Illusionsmalereien im Nordflügel. Zur Verteidigung verstärkte man die Burg mit Zwingern, einem Geschützturm und einem Halsgraben an der Westseite.

Burgruine Eisenberg

Eisenberg und Hohenfreyberg
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Eisenberg und Hohenfreyberg (Foto: Gemeinde Eisenberg)

Die Burg Eisenberg wurde um 1315 errichtet, als Peter von Hohenegg nach der gewaltsamen Übernahme von Burg Loch durch die Tiroler wenige Kilometer südlich eine neue Herrschaft gründete. 1382 erwarb Herzog Leopold III. von Österreich die Burg und übergab sie um 1390 an Friedrich von Freyberg. Nach Schäden durch Bauern im Jahr 1525 renovierte Werner Volker von Freyberg die Burg umfassend.

Am 15. September, kurz vor Ende des Dreißigjährigen Krieges, wurde Eisenberg zusammen mit Hohenfreyberg und Falkenstein von der Tiroler Landesregierung niedergebrannt und blieb seitdem eine Ruine. In den 1980er Jahren rettete der örtliche Burgenverein das inzwischen in Gemeindeeigentum übergegangene Gemäuer vor dem völligen Verfall.

Die Kernburg, erbaut um 1315, bestand aus einer Mantelmauer, zwei Palästen, einer Kapelle und einer Zisterne. Im späten 15. Jahrhundert erhielt sie eine Zwingermauer mit Ostbastion. Die Ummauerung der Vorburg stammt vermutlich aus der Zeit um 1535. Damals wurde die östliche Bastion zur Abwehr von Artilleriebeschuss ausgestattet. Das Burgenmuseum in Zell bietet Einblicke in die Geschichte der Burgen Eisenberg und Hohenfreyberg. Die Burgruine ist jederzeit kostenfrei zu besichtigen.

Schloss Loch - Die Höhlenburg

Höhlenburg Loch
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Höhlenburg Loch (Foto: Burgenregion Pinswang)

Direkt oberhalb der Via Claudia Augusta erhebt sich etwa 600 m östlich der Kirche von Unterpinswang eine hohe, senkrechte Felswand. In 40 m Höhe befinden sich dort die Mauerreste einer ehemaligen Burg. Die Burg wurde 1265 vom edelfreien Geschlecht Rettenberg-Hoheneck aus dem Westallgäu gegründet und sollte zusammen mit der benachbarten Burg Vilsegg ein größeres Herrschaftsgebiet sichern.

Die politische Lage wurde schwierig, als Elisabeth von Bayern das Außerfern in ihre Ehe mit Graf Meinhard II. von Tirol einbrachte, wodurch das Gebiet an Tirol überging. Meinhards Expansionsdrang führte zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die in der Belagerung und Eroberung der Burg Loch 1312/13 eskalierten.

1315 war Loch in tirolerischem Besitz, wie Reparaturarbeiten in den Raitbüchern zeigen. Bis 1352 saßen landesfürstliche Burghüter auf der Burg. 1328 scheiterte ein Rückeroberungsversuch der Hohenegger. Danach verfiel die Burg schnell. 1348 wurde das Lechtal der Gerichtsbarkeit des Ehrenberger Pflegers unterstellt. 1552 fand man dort 394 Kugeln für Falkonen, vermutlich für den Artillerieeinsatz. Matthias Burglechner schrieb 1609 von einem Schloss bei Pinswang, das „die Veste Loch“ genannt wurde.

Wolkenberg

Wildpoldsried
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Wildpoldsried (Foto: Burgfreunde Wolkenberg)

Burg Ehrenberg

Burgenwelt Ehrenberg
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Burgenwelt Ehrenberg (Foto: Burgenwelt Ehrenberg)

Schon früh bildete der Weg über den Fernpass eine der wichtigsten Verbindungsrouten nach Innsbruck und Italien. Die Engstelle bei Ehrenberg eignete sich hervorragend zur Kontrolle und Sperrung dieses bedeutenden Verkehrsweges. Daher installierte Graf Meinhard II von Tirol hier kurz vor 1296 ein Herrschaftszentrum. Zur Burg gehörte von Anfang an die Talsperre Klause Ehrenberg, erstmals 1317 erwähnt. Die Burg wurde mehrfach umgebaut, vor allem um 1480 unter Pfandherr Georg Gossembrot. Weitere Befestigungsmaßnahmen erfolgten 1606-1609. Schon 1782 kam mit dem Licitationsedikt das Ende des Festungsensembles. Heute sind beeindruckende Reste zu besichtigen.

Übersichtskarte
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Übersichtskarte (Foto: Burgenregion Allgäu-Außerfern)