Ernährung
Eine Pommessoße namens „Fritten-Krieg“? Warum sie mega ist
Winschoten • Lesedauer: 1 min

Wenn Niederländer an der Pommesbude nach „Patatje Oorlog“ fragen, versteht man hierzulande irgendwie erst mal nur „Ohrloch“. Und selbst nach entsprechender Aufklärung sorgt das, was bei unseren Nachbarn ein beliebter Klassiker ist, für etwas Ungläubigkeit.
„Dabei handelt es sich um frisch frittierte Pommes, die mit einer Kombination aus Erdnusssoße, Mayonnaise und rohen Zwiebeln serviert werden“, erklärt Nick Slagter vom fahrenden Imbissstand „Der fliegende Holländer“.
Als wenn Pommes mit süßer Soße nicht schon für genug Verwirrung sorgen, verrät der Mann aus dem niederländischen Winschoten dann noch, was „Patatje Oorlog“ eigentlich bedeutet: ins Deutsche übersetzt so viel wie „Pommes-Krieg“ oder „Fritten-Krieg“.
Laut Slagter bezieht sich der Name auf das „Schlachtfeld“ der verschiedenen Soßen, die sich bekriegen. Allerdings nur auf den ersten Blick. Denn so süß ist die Erdnusssoße gar nicht. Es handelt sich eher um eine süß-scharfe Saté-Soße, die einen reichlichen Schuss Sambal Oelek intus hat. Natürlich hat da jeder Imbiss oder niederländischer Hobbykoch sein eigenes Rezept.
Das gehört hinein
Was aber mindestens in die Soße muss, zählt Nick Slagter auf:
- 250 ml Kokosmilch
- 150 g Erdnussbutter
- 2 EL Ketjap Manis
- Saft einer 1/2 Limette
- 1 EL brauner Zucker
- 1 TL Ingwer geraspelt
- 2-3 TL Sambal Oelek
Das kommt in den Mixer und kann danach kalt, aber auch erwärmt über die Pommes verteilt werden. Wer den „Krieg“ mit der Mayo übertreiben will, kann in die Erdnusssauce auch noch einen Schuss Sojasoße und einen Klecks Honig packen. Herzhafter wird es mit einer zusätzlichen Knoblauchzehe.

