Ganz nebenbei
Einreisekontrolle zwischen Vorpommern und Mecklenburg: Darum wurde ich gestoppt
Rostock • Lesedauer: 1 min

Bitte folgen! Das hatte ich ja noch nie auf der A20. Ich fuhr zuletzt von Vorpommern nach Mecklenburg, als sich plötzlich auf der A20 ein Polizeiauto vor mich setzte. „Bitte folgen!“ blinkte auf. Das war kurz vor der Raststätte Lindholz, wo in etwa die alte Grenze zwischen Vorpommern und Mecklenburg verläuft.
Während ich zunächst an eine allgemeine Verkehrskontrolle Richtung Rostock dachte – mein Auto ist nicht mehr das jüngste –, entdeckte ich schließlich, dass es die Bundespolizei war. Ein drahtiger Beamter, eine junge Beamtin, wollten Ausweis, Führerschein und Papiere sehen. Ich zückte die Dokumente. Auch von meinem Beifahrer wollten sie Dokumente.
Warum wir gestoppt wurden? Man wollte prüfen, ob wir unerlaubt nach Deutschland eingereist waren. Mein Beifahrer hatte zwar nichts dabei, machte aber nichts. Die Bundespolizei fragte nach Name, Adresse und Geburtstag und konnte schnell feststellen, dass er in Greifswald lebt. Auch wenn er einst in NRW geboren wurde.
Doch wieso ausgerechnet mein Auto? Der Wagen sei von Ost nach West unterwegs und uneinsichtig gewesen. Da ich die Tage nach Rostock umziehe, war tatsächlich einiges im Kofferraum. Und auch das Kennzeichen sei nicht von hier gewesen. Schließlich prangt am Auto noch ein Berliner-Kennzeichen. Das Auto gehörte meinem Vater, das Kennzeichen ist mir deshalb als Erinnerung wichtig. Geschnappt hatten die Beamten an diesem Tag schon jemanden, uns ließen sie weiterfahren.
