Zum Inhalt springen
VG Wort tracking pixel
  1. Startseite
  2. Ratgeber
  3. Gesundheit
  4. Aktuelles

Ernährung

Keine Mode, sondern Trend: Matcha und alles, was grün ist

Das Trio Pistazie, Avocado und Matcha macht Rezepte nicht nur grün, sondern zum Lifestyle-Statement. Als Star darunter mauserte sich klassischer Matcha-Tee zur schaumigen Latte - in allen Facetten.

Kaarst Lesedauer: 2 min.


Veröffentlicht: Uhr
(Aktualisiert: Uhr)

Grün auf dem Teller signalisierte lange vor allem eines: gesund. Inzwischen bedeutet die Farbe deutlich mehr: Ob nun gesund oder gehaltvoll - alles, was ordentlich grün daherkommt, liegt im Food-Trend und landet gerade besonders gern auf Insta und Tellern.

„Grün ist das neue Wow“, sagt die international anerkannte Trendforscherin Karin Tischer. Die Food-Spezialistin ist Gründerin und Kopf des Forschungs- und Entwicklungsinstituts „food & more“ in Kaarst (Nordrhein-Westfalen) und entwickelt Konzepte, Innovationen und Rezepturen. Jedes erstellt sie mit ihrem Team die Trendanalyse FoodZoom für die Internorga, Fachmesse für Gastronomie, Food-Service und Außer-Haus-Markt. 

Für Tischer war die Dubai-Schokolade lediglich eine Modeerscheinung: „Was davon aber geblieben ist, ist die Pistazie“, sagt sie. Die Steinfrucht bilde zusammen mit Avocado und Matcha das derzeit angesagte grüne Lifestyle-Trio.

Matcha, der King unter den grünen Lieblingen

Aus diesem Trio sticht aber vor allem Matcha heraus. Der fein gemahlene grüne Tee ist in Japan nicht nur traditionell tief verankert, sondern liegt auch im Trend. Tischer: „Er ist aber keine Mode, die wie die Dubai-Schokolade irgendwann wieder weg ist. Matcha ist ungebrochen ein unheimlich beliebter und anhaltender Trend.“ Und das in all seinen Facetten: in Kuchen, Desserts, Doriyaki-Pancakes, Tiramisu, Donuts, Eis- oder Kaffeespezialitäten, wie dem Dirty Matcha Latte. 

Keine Sorge: Wer noch nie einen Dirty Matcha Latte genossen hat - das Dirty (englisch eigentlich für „schmutzig“) bezieht sich auf den Extraschuss Espresso, mit dem er kombiniert wird. In der Gastronomie wird das „Dirty“ nie übersetzt.

Die westliche Verwandlung vom Tee zur Milchspezialität

„Matcha wird in Japan normalerweise mit Wasser als Tee zubereitet. Aber hier im Westen ist zusätzlich mit Milch oder mit einer Milchalternative als Matcha Latte sehr beliebt“, erklärt Tischer. 

Damit der Dirty-Effekt gelingt, muss der frisch gebrühte Espresso ganz langsam eingegossen werden.
Bild vergrößern
Damit der Dirty-Effekt gelingt, muss der frisch gebrühte Espresso ganz langsam eingegossen werden. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Muss man da einfach nur Milch gegen Wasser austauschen? So einfach sei es wiederum nicht. Die gelernte Köchin und Ernährungswissenschaftlerin erklärt, worauf es bei der Zubereitung eines Dirty Matcha Latte ankommt: 

  • Es ist wichtig, kein kochendes Wasser zu verwenden, weil Matchapulver sonst verbrennt und bitter wird.
  • Zunächst wird das Matchapulver mit dem 70 bis 80 Grad heißen Wasser und diesem typischen Matchabesen aufgeschlagen. Dann kommt die Milch oder die Milchalternative wie Hafer- oder Kokosmilch dazu. Wer mag, kann sie gern vorher aufschlagen. 
  • Anschließend wird die bestenfalls schön schaumige Flüssigkeit in ein Glas gegossen.
  • Zum Schluss kommt ein frisch gebrühter Espresso obendrauf. Allerdings muss das ganz langsam geschehen, damit dieser Dirty-Effekt mit den optisch farblichen Schichten erreicht wird.
  • Das Ganze lässt sich noch sehr interessant süß finalisieren - mit Honig, Zucker- oder Dattelsirup.
  • Auch Varianten sind drin: Extra „dirty“ wird es mit zwei Schuss Espresso oder kalt mit Eiswürfeln. 
Matcha Latte ist als Kaffeespezialität derzeit sehr beliebt.
Bild vergrößern
Matcha Latte ist als Kaffeespezialität derzeit sehr beliebt. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-tmn)
Zuckerfrei und vegan ist diese Nice-Cream aus Matcha.
Bild vergrößern
Zuckerfrei und vegan ist diese Nice-Cream aus Matcha. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Karin Tischer ist Trendforscherin und Foodspezialistin.
Bild vergrößern
Karin Tischer ist Trendforscherin und Foodspezialistin. (Foto: food & more, Karin Tischer/dpa-tmn)