Ernährung
Giftgefahr: Zierkürbisse gehören nicht auf den Teller
Bremen/Bonn • Lesedauer: 1 min.

Im Supermarkt stehen die Kisten mit Zierkürbissen oft direkt neben den Speisekürbissen. Doch während der orange Hokkaido bis zum Verzehr noch als Hingucker dienen kann, sollte man Zierkürbisse nicht essen, wie die Verbraucherzentrale Bremen warnt. Der Grund: Sie könnten giftige Bitterstoffe enthalten.
Es drohen Magen-Darm-Probleme
Diese sogenannten Cucurbitacine können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe verursachen. Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Aus Speisekürbissen wurden die Bitterstoffe herausgezüchtet. Beim Einkauf sollten Sie daher darauf achten, dass der Kürbis, der auf dem Teller landen soll, ausdrücklich als Speisekürbis gekennzeichnet ist.
Bitterstoffe im Gartenkürbis?
Je nach Sorte kann man übrigens auch bei Kürbissen aus dem eigenen Garten nicht ganz sicher sein. Denn Insekten können die Blüten mit Pollen von Zierkürbissen bestäubt haben. Dann sind die Früchte zwar noch genießbar, aus ihren Samen können im Jahr darauf giftige Kürbisse entstehen. Das betrifft zum Beispiel Spaghetti- und Ufo-Kürbisse, heißt es vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).
Tipp: Wenn Sie Kürbisse im Garten anbauen, kaufen Sie lieber jedes Jahr neues Saatgut oder Setzlinge im Fachhandel. Oder Sie pflanzen Sorten, die sich nicht mit Zierkürbissen kreuzen und somit nicht bitter und giftig werden können. Das sind laut dem BZfE der Hokkaido-, Butternut- und Muskatkürbis.
Zuerst: der Geschmackstest
Wer auf Nummer sicher gehen will, probiert vom eigenen Gartenkürbis ein kleines Stück roh, bevor er ihn zubereitet. Schmeckt deutlich bitter? Sofort ausspucken, raten die Bremer Verbraucherschützer.
Weder Kürbisfleisch noch Kerne dürfen dann weiterverarbeitet und gegessen werden. Denn auch Kochen, Braten oder Backen zerstören die Bitterstoffe nicht zuverlässig.
