Gesundheit
Erkältungsfalle Sommerende? So schützen Sie sich und andere
Mit dem Herbst kommen Hatschi und Husten: Klar, dass man einen Infekt zum Saisonwechsel vermeiden möchte. Welche Routinen das Erkältungs-Risiko nicht nur im Übergang senken - und was eher wenig hilft.
Berlin/Köln • Lesedauer: 2 min.

(Foto: Philip Dulian/dpa/dpa-tmn)
Kaum ist der Sommer vorbei, kratzt der Hals: In Büros, Schulen, Kitas und Bahnen wird wieder mehr gehustet und geschnieft. Das liegt nicht einfach am Wetter, zumindest nicht nur.
Zum Herbststart spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Nach Ferien und Urlaub kommen wir wieder mit vielen Menschen zusammen - einige haben womöglich Erreger mitgebracht, einige sind mit leichten Symptomen trotzdem unterwegs. Dazu kommt: Wird es draußen kühler, verlagert sich das Leben zunehmend in Innenräume.
So steigt das Risiko für eine Tröpfcheninfektion, also dass man Erreger einatmet, manche Erreger wie etwa Grippeviren fängt man sich auch durch eine Schmierinfektion ein.
Das hilft:
- Hände waschen: gründlich und regelmäßig, besonders nach ÖPNV, Einkauf, Kita oder Schule. Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen!
- Lüften: Innenräume mehrmals am Tag stoßlüften, besonders Räume, in denen sich regelmäßig mehrere Menschen länger aufhalten. So lässt sich laut der Webseite infektionsschutz.de des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit (BIÖG) das Risiko einer Übertragung von Atemwegserregern senken.
- Abstand halten: Wenn jemand hustet oder niest, sollte man engen Kontakt vermeiden; wer anfällig ist, kann sich zusätzlich mit einer Maske schützen.
- Bei Symptomen runterfahren: Wer Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen hat, sollte bis zur deutlichen Besserung möglichst zu Hause bleiben, das BIÖG empfiehlt 3-5 Tage.
- Hausarztpraxis konsultieren: Wenn sich die Beschwerden nicht verbessern oder man einer Risikogruppe angehört, sollte man sich an Hausärztin oder Hausarzt wenden, rät das Kobert-Koch-Institut (RKI). In der Praxis kann nach ärztlicher Beurteilung ein Test auf Atemwegserreger und gegebenenfalls eine gezielte Behandlung erfolgen.
- Andere schützen: Wenn enge Kontakte unvermeidbar sind, besonders zu älteren oder vorerkrankten Menschen, kann ebenfalls eine Maske sinnvoll sein.
- Impfstatus prüfen: Gegen die vielen klassischen Erkältungsviren (das RKI spricht von mehr als 30 verschiedenen Erregern) gibt es keine Impfung. Impfungen können aber vor anderen Atemwegsinfektionen wie Grippe, Covid-19 oder – je nach Alter und Risiko – RSV und Pneumokokken schützen. Maßgeblich sind die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).
- Immunsystem stärken: Wer sich oft an der frischen Luft bewegt, ausgewogen und mit viel Obst und Gemüse ernährt, auf Genussgifte möglichst verzichtet und Stress vermeidet sowie ausreichend schläft, dessen Körper kann Krankheitserregern mehr entgegensetzen. Die schützende Wirkung von „Immunboostern“ wie Vitamin C oder Echinacea ist laut Bundesministerium für Gesundheit hingegen überwiegend begrenzt. Allerdings liefern Studien Hinweise, dass Probiotika helfen können, seltener an Erkältungen zu erkranken - insbesondere an Infektionen der oberen Atemwege, heißt es dort weiter.

Gemüse und Obst: Bunt ist gesund - und hilft der Abwehr. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
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