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Zweckverband OEW setzt auf Windkraft

Wirtschaft / Lesedauer: 2 min

Landkreise investieren 30 Millionen in EnBW-Sparte
Veröffentlicht:17.10.2014, 19:22
Aktualisiert:24.10.2019, 09:00

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Die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW) haben sich mit 30 Millionen Euro in die Windkraftsparte des Stromkonzerns EnBW eingekauft. Die EnBW bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“. Da die OEW hauptsächlich den Landkreisen Ravensburg, Alb-Donau, Bodenseekreis, Biberach und Sigmaringen gehört, sind diese nun indirekt ihrerseits an den bundesweit verteilten EnBW-Windparks beteiligt.

Mit dem Kauf setzt der OEW-Vorsitzende Heinz Seiffert die angekündigte Öffnung des kommunalen Zweckverbandes hin zu neuen Geschäftsfeldern fort. Der CDU-Landrat des Alb-Donau-Kreises hatte bereits angekündigt, die OEW breiter aufstellen zu wollen. Bereits vor Monaten stieg sie mit einem Viertel der Anteile in die Netcom-BW ein. Die Netzgesellschaft dürfte besonders im Bereich Ostalb noch eher unter ihrem alten Namen ODR TSG bekannt sein.

In erster Linie ist und bleibt die OEW aber Großaktionär des drittgrößten deutschen Energieversorgers EnBW sowie Anteilseigner der Gastochter Erdgas Südwest.

Millionen für neue Windparks

Vor allem die Ertragslage der EnBW macht der OEW Sorgen: Lange Jahre hatten EnBW-Dividenden verlässlich die Kassen der beteiligten Landkreise gefüllt und ein umfangreiches Kultursponsoring durch die OEW ermöglicht. Doch seit der Energiewende brechen die EnBW-Gewinne ein – gleichzeitig braucht der Konzern Geld für den Umbau.

Die 30 Millionen Euro von der OEW dürfte die EnBW vor allem in neue Windparks stecken. Aktuell baut der Konzern seine Aktivitäten in dem Bereich deutlich aus: Derzeit entsteht vor Rügen der Offshore-Windpark Baltic II mit 288 Megawatt installierter Leistung, der bereits in Betrieb befindliche Park Baltic hat 48,3 Megawatt. Auch an Land hat EnBW-Chef Frank Mastiaux ehrgeizige Pläne. Bis 2020 soll der Konzern über Onshore-Windparks mit 1000 Megawatt Leistung verfügen, derzeit ist es nur ein Fünftel. Ein Modell dabei: Anteile an bestehenden Parks werden verkauft, um neue zu ermöglichen. Wie jetzt bei der OEW.