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Köln und Düsseldorf

NRW–Airports kehren nach Warnstreiks zu Normalbetrieb zurück

Düsseldorf/Köln / Lesedauer: 2 min

Der Betrieb an den beiden größten Airports in NRW war durch ganztägige Warnstreiks am Freitag stark eingeschränkt. Hunderte Flüge fielen insgesamt aus. Jetzt soll der Flugbetrieb wieder nach Plan laufen.
Veröffentlicht:18.03.2023, 07:48

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Die beiden größten Airports in Nordrhein–Westfalen, Düsseldorf und Köln/Bonn, kehren nach dem Ende von ganztägigen Warnstreiks und dem Ausfall von insgesamt Hunderten Flügen weitgehend zum Normalbetrieb zurück. Der Flughafen Köln/Bonn erklärte, dass planmäßig 117 Passagierflüge auf dem Flugplan stünden und davon 3 streikbedingt ausfielen. Es könne über das Streikende hinaus noch zu Verzögerungen im Flugbetrieb kommen, erklärte ein Sprecher des Airports Köln/Bonn. Am Flughafen Düsseldorf werde der Flugbetrieb normal laufen, sagte ein Sprecher.

Am Freitag waren an den beiden größten Airports insgesamt Hunderte Flüge ausgefallen. Die Gewerkschaft Verdi hatte Beschäftigte der Fluggastkontrolle, der Personal–, Waren– und Frachtkontrolle sowie des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Köln/Bonn sind nach Unternehmensangaben fast alle Passagierflüge gestrichen worden. Von den ursprünglich geplanten 148 Starts und Landungen konnten demnach 144 nicht stattfinden. Betroffen waren nach Angaben eines Sprechers rund 18.000 Reisende. In Düsseldorf fielen am Freitag zwei Drittel der Flüge aus. Hier kamen 264 von 391 geplanten Starts und Landungen nicht zustande, wie ein Sprecher erklärte.

Verdi steht nach eigenen Angaben seit Jahren mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen in Verhandlungen, um die Zeitzuschläge für Nacht–, Samstags–, Sonntags– und Feiertagsarbeit zu erhöhen. Zudem solle eine bessere tarifliche Regelung zur Entlohnung von Überstunden für die Sicherheits– und Servicekräfte an Verkehrsflughäfen erreicht werden. In den Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes geht es um die Angestellten beim Bund und bei den Kommunen. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit ungefähr 2,5 Millionen Beschäftigten 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat.