Mischkonzern

Die Probleme bleiben

Wirtschaft / Lesedauer: 1 min

Die Probleme bleiben
Veröffentlicht:30.03.2016, 19:19
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

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Metro spaltet sich auf, die Börse jubelt. Mischkonzerne sind out; sie haben es schwer an den Kapitalmärkten. In der Tat spricht viel für den Entschluss, die Elektronikmärkte und die Lebensmittelsparte zukünftig getrennte Wege gehen zu lassen. Hier wächst auseinander, was nie zusammengehört hat.

Aber die Probleme bleiben erst einmal bestehen. Die Supermarktkette Real ist angestaubt, dringend renovierungsbedürftig. Das gilt nicht nur für die fast 300 Filialen, sondern vor allem für das Image. Es ist ansonsten nicht unwahrscheinlich, dass die Supermarktkette aus dem Metrokonzern wegfusioniert wird und Metro selbst wieder „nur“ Großmarktkette ist.

Bei Media-Saturn fehlt ein schlüssiges Online-Konzept, mit dem Amazon und Ebay die Stirn geboten werden kann. Hier ist ein Spagat nötig, denn auf der anderen Seite soll den Kunden einleuchten, warum es sich lohnt, die Läden zu besuchen. „Selbstbedienung ist kein Service“, hat Metro-Chef Olaf Koch gesagt und damit angedeutet, wohin die Reise gehen soll. Einkaufen muss wieder zu einem positiv belegten Erlebnis werden. In dem Punkt sind sich dann Lebensmittel- und Elektronikabteilung doch näher, als die Trennung es erscheinen lässt.

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