ZF investiert mehr als drei Milliarden Euro in Hybridgetriebe

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 Teile eines ZF-Automatikgetriebes: Der Friedrichshafener Konzern will künftig vor allem Hybridgetriebe bauen – und investiert M
Teile eines ZF-Automatikgetriebes: Der Friedrichshafener Konzern will künftig vor allem Hybridgetriebe bauen – und investiert Milliarden in die Produktionsanlage für solche Produkte. (Foto: dpa)
Ressortleiter Wirtschaft

Der Automobilzulieferer ZF investiert mehr als drei Milliarden Euro in neue Produkte und seine Produktionsanlagen für die Getriebetechnologie. 800 Millionen Euro fließen davon in das Werk in Saarbrücken, dem Leitstandort für die Getriebetechnologie, wie der Friedrichshafener Konzern am Freitag mitteilte. Der Grund für die hohe Investition im Saarland: ZF geht davon aus, dass vor allem die Hybridtechnologie, also eine Kombination aus Verbrennern und Elektromotoren, die Autos der Zukunft in den kommenden Jahren antreiben werden. Aus diesem Grund soll das Werk Saarbrücken, das sich in den vergangenen Jahrzehnten auf den klassischen Getriebebau spezialisiert hat, zu einer Produktion ausgebaut werden, die vor allem Hybridgetriebe herstellt. „Der Anteil von Hybridgetrieben in der Produktion wird sich in den nächsten Jahren verzehnfachen – von fünf Prozent auf dann 50 Prozent“, sagt ZF-Vorstandschef Wolf-Henning Scheider.

Für den Standort Saarbrücken ist die fortschreitende Elektrifizierung des Antriebsstrangs Chance und Herausforderung zugleich. „Als Chance sehen wir die zunehmende Marktdurchdringung der weiterentwickelten Hybridantriebe, die aus unserer Sicht viel mehr sind als nur eine Brückentechnologie“, sagte ZF-Chef Scheider laut Mitteilung in Saarbrücken. „Mit höheren Reichweiten zwischen 80 und 100 Kilometern können sie den Großteil aller Fahrten elektrisch absolvieren und so der E-Mobilität schneller zum Durchbruch verhelfen.“

Dass Hybridtechnik stark nachgefragt ist, zeige sich an den Abrufzahlen der ZF-Kunden: Der Anteil an Hybridgetrieben werde sich in den kommenden Jahren von derzeit fünf auf dann 50 Prozent erhöhen. ZF will diesem Nachfrageboom mit einem mehr als drei Milliarden Euro schweren Investitionsprogramm in die Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit dieser Produkte begegnen. In Saarbrücken, dem Leitstandort für Getriebetechnik, investiert der Technologiekonzern in den nächsten vier Jahren rund 800 Millionen Euro in Produktionsanlagen und -systeme, die Infrastruktur sowie in sein Lieferantennetzwerk.

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