Was man beim Online-Einkauf am „Black Friday“ beachten sollte

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Zwei Passantinnen laufen an einer Black Friday-Anzeige vorbei
(FILES) In this file photo taken on November 23, 2018 pedestrians walk past a store window with a sign announcing the so-called "Black Friday" sales in Paris. - The "Black Friday", a day during which stores offer highly promoted sales, has entered French consumption habits a few years ago, despite the growing issue of overconsumption. The next 'Black Friday' will take place on November 29, 2019. (Photo by STRINGER / AFP) (Foto: Stringer)
Agence France-Presse

Der „Black Friday“ und der „Cyber Monday“ stehen wieder vor der Tür. Dann locken Onlinehändler wieder mit Schnäppchen. Verbraucher sollten dennoch einen kühlen Kopf bewahren und einige Ratschläge beachten. Der „Black Friday“ ist am 29. November, der „Cyber Monday“ dann am Montag darauf.

Wunschliste erstellen

Bevor sich Onlineshopper supergünstige, aber letztlich doch völlig unnütze Produkte andrehen lassen, sollten sie sich überlegen: Was brauche ich? Und wieviel Geld bin ich bereit, dafür auszugeben?

Preisalarm einstellen

Wer weiß, was er sucht, kann mithilfe von Preissuchmaschinen nach aktuellen Preisen schauen. Dann fällt es leichter, vermeintliche Angebote von tatsächlichen Schnäppchen zu unterscheiden. Denn viele Händler werben zwar mit hohen Prozenten – berechnen den Rabatt aber auf die ursprüngliche unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller. Dabei handelt es sich um freie Empfehlungen, die viele Händler auch sonst unterbieten. Außerdem werden oft Ladenhüter zu Schnäppchenpreisen angeboten oder zunächst überhöhte Preise dargestellt, damit der Rabatt höher erscheint.

Wer echte Schnäppchen nicht verpassen möchte, sollte sich einen Preisalarm bei einer Vergleichsseite einstellen. Dann kommt eine E-Mail, sobald ein Angebot unter der eingestellten Grenze liegt. Einen Anhaltspunkt kann der niedrigste Preis der vergangenen drei Monate darstellen. Fällt der Preis ein Stück darunter, machen Verbraucher in der Regel kein schlechtes Geschäft.

Vertrauenswürdige Shops

Kunden sollten nicht bei jedem Shop einkaufen, nur weil dieser günstige Preise verspricht. Es könnten nämlich Betrüger dahinter stecken. Ein gutes Zeichen ist ein funktionierendes Trusted-Shops-Siegel, das beim Draufklicken ein Fenster mit dem Zertifikat öffnet. Damit können Verbraucher auch die Internetadresse abgleichen, denn manchmal bauen Betrüger Klone vertrauenswürdiger Internetshops, die sich nur in einem Buchstaben der URL-Zeile vom Original unterscheiden.

Auch das Kleingedruckte wie Impressum, Datenschutzerklärung und Widerrufsbelehrung kann Hinweise enthalten. Vorsicht, wenn als Betreiber nur eine Postfachadresse angegeben wird oder Händler versuchen, Versandrisiken auf die Käufer abzuwälzen.

Gutscheine

Auf Gutscheinportalen tauchen manchmal Gutscheine auf, mit denen der Einkauf noch günstiger wird. Diese sind allerdings manchmal an Bedingungen wie die Anmeldung bei einem Newsletter gebunden – und in einigen Fällen mit anderen Rabattaktionen nicht kombinierbar.

Lieferzeiten und Versandkosten

Am Ende des Bestellvorgangs lauert häufig eine böse Überraschung: hohe Versandkosten. Verbraucher sollten verschiedene Versandoptionen ausprobieren – vielleicht ist ja die Lieferung in die Filiale um die Ecke kostenlos – und auch auf die Lieferdauer achten. Denn so manches vergriffene Produkt kann erst in zwei bis drei Monaten kommen, wenn die Preise vielleicht noch stärker gefallen sind. Bei Bestellungen aus dem Nicht-EU-Ausland kann bereits ab 22 Euro der Zoll zuschlagen und 19 Prozent des Warenwerts als Gebühr verlangen.

Sichere Zahlmethoden

Verbraucher sollten niemals auf Vorkasse bestellen und auch Überweisungen möglichst vermeiden. Sicherer sind Lastschrift, Kreditkarte und Paypal, bei denen Abbuchungen zurückgeholt werden können. Seriöse Shops verlangen dafür auch keine hohen Gebühren.

Widerrufsrecht

Wer online bestellt, hat 14 Tage Zeit, seine Bestellung zu widerrufen. Allerdings sollten Verbraucher im Kopf behalten, dass sie manchmal für die Rücksendekosten aufkommen müssen – und Retouren auch – nicht gut für die Umwelt sind.

Das nächste Angebot abwarten

Wer von den vielen herabzählenden Uhren und „Nur solange der Vorrat reicht“-Hinweisen ganz nervös wird, sollte immer eins im Hinterkopf behalten: Rabattaktionen sind im Netz keine Seltenheit. Wer etwas Geduld mitbringt und regelmäßig Preise vergleicht, findet auch in den Wochen und Monaten nach „Black Friday“ und „Cyber Monday“ günstige Gelegenheiten, an sein Wunschprodukt zu kommen.

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