Warum Daimler im Corona-Jahr mehr Gewinn macht als vorher

Daimler-Chef Ola Källenius
Daimler-Chef Ola Källenius: „Unsere Finanzergebnisse spiegeln große Fortschritte bei der Kosteneffizienz wider.“ (Foto: Silas Stein)
Ressortleiter Wirtschaft

Trotz Lockdown, trotz einbrechender Auto-Verkäufe, hat der baden-württembergische Traditionskonzern Daimler das Jahr der Corona-Pandemie überraschend positive gemeistert.

Das Unternehmen steigerte im Jahr 2020 seinen Nettogewinn um 48 Prozent auf nun rund vier Milliarden Euro, wie Daimler am Donnerstagmorgen mitteilte. Der Umsatz sank dagegen auf 154,3 Milliarden Euro - das war ein Minus von elf Prozent.

Die Produkte unserer Geschäftsbereiche bleiben in allen wichtigen Märkten stark nachgefragt.

Vorstandschef Ola Källenius

Vorstandschef Ola Källenius führt die Entwicklung nicht zuletzt auf die eingeleiteten Sparmaßnahmen und auf die weiter starke Nachfrage nach Daimler-Fahrzeuge zurück.

„Unsere Finanzergebnisse liegen deutlich über den Markterwartungen und spiegeln große Fortschritte bei der Kosteneffizienz wider“, sagte Källenius laut Mitteilung. „Die Produkte unserer Geschäftsbereiche bleiben in allen wichtigen Märkten stark nachgefragt.“

Automobil-Sparte überrascht in der Krise

Vor allem die wichtige Automobil-Sparte schlug sich besser als der Markt. Zwar muss Daimler bei den Fahrzeugen rund um die Marke Mercedes auch Rückgänge verkraften, doch die Umsätze sanken nicht so stark, wie die Verkäufe in Europa, die mehr als 20 Prozent zurückgingen.

Die Sparte Mercedes Benz Cars & Vans verzeichnet für 2020 ein Minus von acht Prozent bei den Erlösen. Der Umsatz beträgt 98,6 Milliarden Euro, die bereinigte, operative Umsatzrendite 6,9 Prozent.

Rund 1,4 Milliarden Euro will der Konzern als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Das wären 1,35 Euro pro Aktie, 45 Cent mehr als im Vorjahr.

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