Transnet-Chef fordert Aufklärung im Datenskandal

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

In der Diskussion um die Zukunft von Bahnchef Harmut Mehdorn hat der Vorsitzende der Bahngewerkschaft Transnet, Alexander Kirchner, zunächst eine Aufklärung der Datenaffäre gefordert.

„Hier sollten wir nicht jetzt eine Personaldiskussion (...) führen, sondern versuchen, Aufklärung zu bekommen“, erklärte Kirchner am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“.

„Es wäre viel zu früh, jetzt das Vertrauen zu entziehen oder auch eine Erklärung zu Herrn Mehdorn zu geben. Erst müssen wir die Fakten wissen.“ Kirchner verteidigte zugleich den Bahnchef, der in den vergangenen Jahren viel für das Unternehmen erreicht habe.

Die Deutsche Bahn steht in der Kritik, weil sie zur Korruptionsbekämpfung die Daten von rund 173 000 Mitarbeitern mit denen von Lieferfirmen abgeglichen hatte. Für Anfang dieser Woche hatte der Vorstand dazu einen ausführlichen Bericht angekündigt. In die Aufklärung der Affäre sollen die früheren Bundesminister Herta Däubler-Gmelin (SPD) und Gerhart Baum (FDP) eingeschaltet werden. Mehdorn hatte sich am Freitag erstmals ausdrücklich bei den Mitarbeitern entschuldigt. Der Vorstand bedauere, dass es bei der Korruptionsbekämpfung zu Verstößen gekommen sei.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen