ThyssenKrupp-Stahlarbeiter gehen auf die Straße

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Deutsche Presse-Agentur

Tausende Stahlarbeiter gehen aus Protest gegen Stellenstreichungen im ThyssenKrupp-Konzern auf die Straße.

Die Beschäftigten aus ganz Nordrhein-Westfalen wollten am Donnerstag im Vorfeld einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vor die Duisburger Stahlzentrale ziehen und eine öffentliche Betriebsversammlung abhalten, wie die IG Metall am Montag in Düsseldorf mitteilte. Sie befürchtet, dass Konzernchef Ekkehard Schulz im Zuge seines milliardenschweren Sparprogramms 1500 Stellen in der Stahlsparte streicht. Schulz hat zum Umfang des Stellenabbaus zwar nichts gesagt, schließt aber betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

Das Sparprogramm hatte der Konzernchef als Reaktion auf die Absatzrückgänge angekündigt. Seit Anfang Oktober wurden nach Angaben von Schulz weltweit bereits rund 3000 Stellen gestrichen, davon waren zu rund zwei Dritteln Leiharbeiter betroffen.

Im wichtigsten Konzern-Geschäftszweig, der ThyssenKrupp Steel AG mit ihren 21 000 Beschäftigten, sollen rund 400 Millionen Euro gespart werden. Streitpunkt ist vor allem ein bis zum Jahr 2013 laufender Zukunftsvertrag, der nach Auffassung der Arbeitnehmervertreter betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Dem hat Schulz widersprochen. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft wollen das Sparprogramm stoppen.

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