Solarzellen-Hersteller ersol mit Rekordjahr

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Deutsche Presse-Agentur

Nach einem Rekordergebnis 2008 rechnet der zum Bosch-Konzern gehörende Solarzellen-Hersteller ersol in diesem Jahr mit einem abgeschwächten Wachstum. Im vergangenen Jahr hat sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 70,7 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

Das teilte die ersol Solar Energy AG am Dienstag in Erfurt mit. Der Umsatz lag nach vorläufigen Zahlen mit 309,6 Millionen Euro trotz eines verhaltenen zweiten Halbjahres fast doppelt so hoch wie 2007. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet ersol ein Umsatzwachstum auf 420 Millionen Euro und einen „moderaten“ EBIT- Anstieg auf 80 bis 90 Millionen Euro. An Investitionsplänen für neue Fabriken hält das börsennotierte Unternehmen mit derzeit 1300 Mitarbeitern fest.

Der ersol-Vorstand sprach von einer vorübergehenden Abschwächung der Wachstumsdynamik als Folge der Finanzmarktkrise. Spätestens 2010 könnte die Delle angesichts der Bedeutung regenerativer Energien vorüber sein. Das 1997 gegründete Unternehmen, das im vergangenen Jahr nach der Mehrheitsübernahme durch den weltgrößten Automobilzulieferer Bosch seinen Platz im TecDAX verloren hatte, will seine Kapazitäten bis 2012 kräftig ausbauen.

Zusammen mit Bosch seien in diesem Zeitraum Investitionen von rund 530 Millionen Euro in neue Fabriken für Solarzellen und Dünnschicht- Module bei Arnstadt geplant, bekräftigte der Vorstand. Im März soll die Grundsteinlegung sein. Die Finanzierung des Großprojekts wird nach früheren Angaben mit Bosch-Konzerndarlehen und ersol-Mitteln erfolgen. Bis zum Jahr 2010, in dem ersol einen Umsatzsprung auf mehr als 700 Millionen Euro erwartet, soll die Beschäftigtenzahl auf mehr als 2000 steigen.

Zum Konzerngewinn 2008 machte ersol noch keine Angaben. Die vollständige Bilanz will das Unternehmen am 31. März vorlegen.

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