Ravensburger will im Ausland mitspielen

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Spieleverlag Ravensburger
Ein Puzzleteil liegt beim Spielhersteller Ravensburger. (Foto: Felix Kästle/Archiv / DPA)
Sigrid Stoss

Der Hersteller von Malefiz und Memory will künftig auf internationalen Märkten noch stärker mitspielen. Im Focus stehen dabei vor allem Skandinavien, USA und Osteuropa. In diesen Märkten hat das Unternehmen bereits wichtige Standorte, die an Bedeutung gewinnen dürften. Dennoch bleibe der Stammsitz Ravensburg der Mittelpunkt des Unternehmens. Von hier soll auch künftig die Gruppe gesteuert werden.

Bereits in den vergangenen Jahren ist das Geschäft im Bereich Spiele, Puzzles und Beschäftigung - das rund drei Viertel des gesamten Umsatzes ausmacht - im Ausland etwas stärker gewachsen als in Deutschland. Der Anteil legte seit 2011 von 44,4 auf 57,3 Prozent zu. Ohne die Bereiche Bücher und Freizeit, in denen Ravensburger ausschließlich in Deutschland aktiv ist, läge der Auslandsanteil sogar bei 69 Prozent. Auf eine Umsatzziel will sich das Unternehmen nicht festlegen.

Im vergangenen Jahr ist das Unternehmen vor allem in seinem Kerngeschäft stärker gewachsen als der Markt und profitiert vom Trend zu den traditonellen Spielwaren. Die Lust am Spielen wird nach den Worten von Vorstandschef Karsten Schmidt von den politischen Krisen beflügelt: „Man besinnt sich wieder auf die Familie und nimmt sich Zeit zum gemeinsamen Spielen“. Für das laufende Jahr rechnet Schmidt mit „leicht steigende Umsätzen, vorausgesetzt die für Ravensburger relevanten Märkte bleiben stabil“. Risiken sieht Schmidt in dem drohenden Brexit, einer möglichen Abschottung der US-Märkte bei einem Wahlsieg von Donald Trump und in der Euro-Krise.

Im Geschäftsjahr 2015 wuchs der Umsatz von 373,3 Millionen auf 444,0 Millionen Euro - das ist eine Steigerung um 19 Prozent. Das starke Wachstum beruht auf der erstmaligen Konsoldierung des Ende 2014 erworbenen schwedischen Holzeisenbahn-Herstellers Brio. Ohne Brio legte Ravensburger um 7,3 Prozent zu

Der Nettogewinn reduzierte sich dagegen leicht - von 37,6 auf 33,5 Millionen. Das erklärt Ravensburger mit Sondereffekten wie Abschreibungen und den niedrigen Zinsen.

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