Presse: US-Firma will Rosenthal-Mutter übernehmen

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Deutsche Presse-Agentur

Ein US-Investor und Familienmitglieder sind nach Medienberichten an einer Übernahme des insolventen Traditions- Porzellanherstellers Waterford Wedgwood interessiert.

Wie der „Daily Telegraph“ am Montag berichtete, hat die Beteiligungsgesellschaft Clarion Capital ein Angebot für das irische Unternehmen unterbreitet. Zudem bestätigten zwei Mitglieder der Wedgwood-Familie der BBC, mit Hilfe von Geldgebern ein Angebot unterbreiten zu wollen und dafür Gespräche mit fünf möglichen Investoren in Nahost, Asien und Großbritannien zu führen.

Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wollte die Berichte nicht kommentieren, aus irischen Regierungskreisen wurde der Eingang eines Angebots der Beteiligungsgesellschaft Clarion Capital bestätigt. Anfang Januar hatte der Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass mit einem anderen US-Fonds eine Absichtserklärung über den Verkauf von „bestimmten Unternehmensteilen“ vereinbart worden sei. Zu Waterford Wedgwood gehört auch der deutsche Porzellanhersteller Rosenthal.

Waterford Wedgwood hatte zu Jahresbeginn Insolvenz angemeldet, wodurch rund 2700 Jobs in Irland und Großbritannien bedroht sind. Wenige Tage nach der Muttergesellschaft beantragte auch Rosenthal Insolvenz. Neben Waterford Crystal, Wedgwood und Rosenthal zählt die Marke Royal Doulton zu dem 250 Jahre alten Konzern, der vor allem durch das hellblaue Wedgwood-Porzellan mit weißen Verzierungen bekannt ist. Das Unternehmen hatte jahrelang Verluste geschrieben, vor allem der Markt in den USA war auch wegen der Finanzkrise eingebrochen.

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