Pharmariese Glaxosmithkline baut weiter Stellen ab

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Deutsche Presse-Agentur

Der weltweit zweitgrößte Pharmakonzern Glaxosmithkline will weiter sparen und Stellen abbauen. So sollten bis 2011 pro Jahr 1,7 Milliarden Pfund (1,9 Mrd Euro) eingespart werden, teilte das britische Unternehmen in London mit. Das ist eine Milliarde Pfund mehr als zuvor geplant.

Wie viele Jobs wegfallen, wurde nicht bekannt. Medien hatten zuvor von bis zu 10 000 gefährdeten Stellen berichtet. Gleichzeitig teilte der Pharmariese mit, im vierten Quartal dank des schwachen Pfundes seinen Umsatz um 16 Prozent auf 6,9 Milliarden Pfund gesteigert zu haben. Im Gesamtjahr 2008 stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 24,3 Milliarden Pfund - ohne die positiven Währungseffekte fiel er allerdings um drei Prozent. Der Vorsteuergewinn fiel auf 6,6 Milliarden Pfund (Vorjahr 7,4 Mrd Pfund). Einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab das Unternehmen nicht.

Grund für das Sparprogramm ist unter anderem die Konkurrenz durch Nachahmerprodukte, sogenannte Generika. Glaxosmithkline beschäftigt weltweit rund 100 000 Menschen, in Deutschland sind es 3200 Mitarbeiter an sechs Standorten in Bühl, München, Dresden, Berlin, Hamburg und Bad Oldesloe. Ein Sprecher machte keine Angaben darüber, ob auch deutsche Stellen von dem Sparprogramm betroffen seien.

GlaxoSmithKline hatte bereits 2007 angekündigt, weltweit rund 10 000 Jobs zu streichen. Vergangene Woche hatte die Konkurrenz AstraZeneca angekündigt, bis 2013 etwa 15 000 Jobs abzubauen.

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