Peter Hauk zu Düngeverordnung: „Haben rausgeholt, was rauszuholen war“

Lesedauer: 7 Min
Güllefass und Schleppschlauch auf einem Acker im Harz: Die Gefahr von Strafzahlungen wegen Verstößen gegen die Regeln zum Ausbri
Güllefass und Schleppschlauch auf einem Acker im Harz: Die Gefahr von Strafzahlungen wegen Verstößen gegen die Regeln zum Ausbringen von Gülle will Südwest-Agrarminister Peter Hauk nicht in Kauf nehmen. (Foto: imago)
Klaus Wieschemeyer
Redakteur

Der Minister und das Gülleproblem

Der Minister: Geboren im Dezember 1960 in Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis übernahm Peter Hauk (Foto: dpa) am 12. Mai 2016 zum zweitem Mal das Amt des baden-württembergischen Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Bereits von 2005 bis 2010 hatte der CDU-Politiker im Kabinett von Günther Oettinger das Ressort für Ernährung und Ländlichen Raum geführt, bevor der studierte Forstwirt den Fraktionsvorsitz der CDU im Landtag in Stuttgart übernahm.

Der Streit: Die EU hat Deutschland schon vor Jahren erfolgreich wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser verklagt, nun droht die Kommission mit massiven Strafzahlungen, falls das Land nicht nachsteuert. Als wichtiger Einträger von Nitrat gilt die Landwirtschaft, speziell die Ausbringung Gülle und Kunstdüngern. Vor allem in Gebieten, wo Grundwasser-Messstellen hohe Nitratwerte ausweisen, sollen die Bauern künftig weniger Dünger ausbringen. Solche Regionen nennen sich „Rote Gebiete“. An der Ausweisung gibt es Kritik: Viele halten die Daten der Messstellen für wenig aussagefähig und den Zuschnitt der „Roten Gebiete“ für ungenau beziehungsweise falsch. (klw)

Überraschend hat Baden-Württemberg der Düngeverordnung zugestimmt. Warum er seinen Widerstand aufgegeben hat, erklärt Agrarminister Peter Hauk im Interview.

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Der Minister und das Gülleproblem

Der Minister: Geboren im Dezember 1960 in Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis übernahm Peter Hauk (Foto: dpa) am 12. Mai 2016 zum zweitem Mal das Amt des baden-württembergischen Ministers für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Bereits von 2005 bis 2010 hatte der CDU-Politiker im Kabinett von Günther Oettinger das Ressort für Ernährung und Ländlichen Raum geführt, bevor der studierte Forstwirt den Fraktionsvorsitz der CDU im Landtag in Stuttgart übernahm.

Der Streit: Die EU hat Deutschland schon vor Jahren erfolgreich wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser verklagt, nun droht die Kommission mit massiven Strafzahlungen, falls das Land nicht nachsteuert. Als wichtiger Einträger von Nitrat gilt die Landwirtschaft, speziell die Ausbringung Gülle und Kunstdüngern. Vor allem in Gebieten, wo Grundwasser-Messstellen hohe Nitratwerte ausweisen, sollen die Bauern künftig weniger Dünger ausbringen. Solche Regionen nennen sich „Rote Gebiete“. An der Ausweisung gibt es Kritik: Viele halten die Daten der Messstellen für wenig aussagefähig und den Zuschnitt der „Roten Gebiete“ für ungenau beziehungsweise falsch. (klw)

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