OPEC-Ölminister beraten über Förderquoten

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Deutsche Presse-Agentur

Die zwölf Ölminister der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) haben am Sonntag in Wien Beratungen über eine weitere Drosselung ihrer Ölproduktion begonnen. An der Konferenz nimmt auch der stellvertretende russische Ministerpräsident Igor Setschin als Beobachter teil.

Russland ist zweitgrößter Ölexporteur der Welt, jedoch kein Mitglied des Ölkartells. Vor dem Treffen hatten sich mehrere der Mitgliedsländer für eine weitere Drosselung der Produktion über die seit September 2008 beschlossene Senkung von 4,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag hinaus ausgesprochen. Algeriens Ölminister Chakib Khelil forderte sowohl die strikte Einhaltung der beschlossenen Kürzungen, als auch eine weitere Senkung der Ölförderung. Andernfalls würden die Preise weiter sinken, warnte er.

Seit der Mitte vergangenen Jahres ist der Ölpreis weltweit um rund 100 Dollar pro Barrel auf rund 45 Dollar gefallen. Der saudi- arabische Ölminister Al al Naimi sprach sich dennoch gegen eine weitere Verknappung von Rohöl aus. Dies würde zwangsläufig zu höheren Preisen führen und damit die Erholung der Weltwirtschaft bremsen, sagte der Minister nach Zeitungsberichten.

Zum Auftakt der Konferenz hatte der amtierende Präsident der Organisation und Ölminister Angolas, José Maria Botelho de Vasconcelos, vor den Folgen des Preisverfalls für die internationale Ölindustrie gewarnt. Wegen der niedrigen Ölpreise hätten die zwölf Mitglieder der Organisation bereits längerfristige Investitionen stoppen müssen. Außerdem gingen in der Industrie weltweit auch Arbeitsplätze verloren.

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