Obama: „Gutes“ Treffen mit Top-Bankern

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Deutsche Presse-Agentur

Einen Tag nach der Vorstellung radikaler Pläne zur Reform der Finanzmarktaufsicht hat US-Präsident Barack Obama am Freitag bei führenden Banken-Chefs um Unterstützung geworben.

Obama traf in Washington unter anderem mit Citigroup-Chef Vikram Pandit, dem Vorstandsvorsitzenden von JPMorgan Chase, Jamie Dimon, und dem Chef von Goldman Sachs, Lloyd Blankfein, zusammen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, sprach anschließend von einer „guten, produktiven und freimütigen“ Begegnung.

Bei dem Gespräch ging es Gibbs zufolge neben den am Donnerstag von Finanzminister Timothy Geithner angekündigten Schritten zu einer schärferen Kontrolle der Finanzfirmen auch um die Bemühungen, die Kreditmärkte wieder in Gang zu bringen. Außerdem seien der Häusermarkt und die Frage der Gehälter und Boni für Unternehmensmanager erörtert worden.

Geithner hatte am Donnerstag angekündigt, die bisher ohne durchgreifende Aufsicht agierenden Hedge-Fonds, Private-Equity-Firmen und den Handel mit Derivaten an die kurze Leine zu nehmen. „Es geht nicht um Reparaturen am Rande, sondern um neue Spielregeln“, sagte er. Geithner schlug zudem einen „Super-Regulierer“ vor, der künftig Risiken für das gesamte Finanzsystem im Blick haben und im Bedarfsfall eingreifen soll. Kurz zuvor hatten Geithner und Notenbankchef Ben Bernanke gemeinsam unterstrichen, dass der Staat künftig nicht nur Geschäftsbanken, sondern im Krisenfall auch Versicherungen, Hedge-Fonds und andere große, bedeutende Finanzinstitutionen übernehmen und abwickeln können muss.

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