Milliardenklage gegen HSH Nordbank

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HSH Nordbank
Der Dauerärger um die HSH Nordbank ist noch nicht zu Ende. Gläubiger fordern nun rund eine Milliarde Euro von dem Institut. (Foto: Daniel Bockwoldt / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Gläubiger der HSH Nordbank haben im Streit um den Wert von Anleihen vor dem Landgericht Kiel eine Klage gegen das Institut eingereicht und fordern rund eine Milliarde Euro von der Bank.

Einschließlich indirekter Anleihen belaufe sich die Forderung auf 1,4 Milliarden Euro, teilte eine Agentur im Auftrag der Anleger in Frankfurt am Main mit.

Die mittlerweile privatisierte HSH Nordbank habe über Jahre hinweg Handlungen vorgenommen, deren einziger Zweck augenscheinlich darin bestanden habe, die Anleihen unzulässig herunterzuschreiben, hieß es. Die Bank erklärte, ihr sei die Klage noch nicht zugestellt worden. Sie halte die Vorwürfe für substanzlos.

Das Institut war für eine Milliarde Euro von US-Investmentfonds unter der Führung von Cerberus und Christopher Flowers übernommen worden. Bei den Klägern handelt es sich um 18 Investoren mit Sitz in Deutschland, weiteren europäischen Ländern und den USA.

Die Gläubiger fordern die Hochschreibung der Anleihe auf ihren Nennwert sowie Schadenersatz für unrechtmäßig entgangene Zinszahlungen. Die Kläger seien aber nach wie vor bereit, in einem Dialog mit der Bank eine einvernehmliche Lösung zu finden, hieß es weiter.

Bei den umstrittenen Anleihen handelt es sich um nachrangige Bankschuldverschreibungen, die allen anderen Verbindlichkeiten des Instituts nachgeordnet sind. Insgesamt hat die HSH Nordbank derartige Anleihen in Höhe von rund zwei Milliarden Euro ausgegeben und angekündigt, die börsennotierten Anleihen auf 15 Prozent des Nennwertes herunterzuschreiben und zurückzukaufen. Das würde nach Ansicht der Kläger einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro für die Erwerber der Bank bedeuten. Bei einem Kaufpreis von einer Milliarde Euro hätten sie die Bank faktisch umsonst bekommen, argumentieren sie.

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