Michelin an Conti-Reifensparte interessiert

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Deutsche Presse-Agentur

Der französische Reifenhersteller Michelin ist laut einem Zeitungsbericht an der Übernahme der Reifensparte des Konkurrenten Continental interessiert - allerdings sind die Hürden des europäischen Kartellrechts zu hoch.

„Wir würden ja gerne, aber uns sind die Hände gebunden. Das europäische Kartellrecht würde es niemals zulassen, dass ein Unternehmen wie Michelin die Conti- Reifensparte übernimmt“, sagte Michelin-Deutschland-Chef Dieter Freitag der „Automobilwoche“. Beide Unternehmen hätten gemeinsam eine Alleinstellung weit vor den Konkurrenten. Eine Kooperation sei keine attraktive Alternative zur Übernahme.

Der Autozulieferer Schaeffler hatte den Hannoveraner Autozulieferer Conti übernommen und ist seitdem hoch verschuldet. Bei der Conti-Übernahme durch die Schaeffler-Gruppe hatte die Gewerkschaft den Verkauf der Gummisparte vehement abgelehnt. Der Schaeffler/Conti-Konzern beschäftigt in Deutschland rund 80 000 Menschen.

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