Metallindustrie droht drastischer Stellenabbau

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Deutsche Presse-Agentur

Jedes zweite Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie rechnet einem Zeitungsbericht zufolge in diesem Jahr mit Stellenabbau. Nach zweieinhalb Jahren Beschäftigungsaufbau habe die Branche im November und Dezember erstmals wieder Jobs verloren.

Insgesamt seien es 13 000 Stellen gewesen, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, der „Welt am Sonntag“. Dies werde sich fortsetzen. Im vierten Quartal sei der Auftragseingang um 25 Prozent eingebrochen, die Produktion sei um acht Prozent gesunken.

Die Kapazitätsauslastung sei im Januar auf das Rekordtief von 76,6 Prozent gesunken, sagte der Gesamtmetall-Präsident der Zeitung. Die Tendenz sei weiter fallend. Sollte die aktuelle Talfahrt anhalten, werde man mit Kurzarbeit nicht weiter als bis zum Herbst kommen.

Knapp die Hälfte der Betriebe werde die im Tarifvertrag vereinbarte Möglichkeit zur Verschiebung der zweiten Stufe der Entgelterhöhung nutzen, kündigte Kannegießer an. Er rief die IG Metall zur Kooperation auf. Der Tarifvertrag für die bundesweit 3,6 Millionen Beschäftigten ermöglicht, die im Mai anstehende zweite Stufe der Tariferhöhung von 2,1 Prozent mit Zustimmung des Betriebsrates um höchstens sieben Monate zu verschieben.

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