Leipziger Autoshow startet im Schatten der Krise

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Deutsche Presse-Agentur

Im Schatten der weltweiten Automobilkrise präsentieren sich seit Freitag in- und ausländische Hersteller bei der Leipziger Auto Mobil International AMI.

Die von heftigen Absatzeinbrüchen gezeichnete Branche erhofft sich drei Wochen nach dem Genfer Autosalon einen Konjunkturschub auf dem deutschen Markt, vor allem auch durch die Abwrackprämie. Allerdings regiert in den Konzernzentralen der Rotstift. Mehrere namhafte Hersteller, darunter BMW, Mitsubishi und Fiat, sagten ihre Teilnahme ab.

Der Präsident des Verbandes der Internationalen Hersteller VDIK, Volker Lange, erwartet, dass die geplante Aufstockung der Umweltprämie die Lust auf einen Neuwagen weiter erhöht. Immerhin habe sich bei den Neuzulassungen im Februar der Privatkundenanteil von 39 auf 59 Prozent gesteigert, sagte Lange. Er erwarte für dieses Jahr 3,1 Millionen Neuzulassungen.

Damit werde sich die Zahl der Neuzulassungen auf dem Niveau von 2008 stabilisieren. „Die Umweltprämie wird die Krise der Branche nicht auf Dauer lösen, daher müssen weitere Anreizsysteme für den Tausch alt gegen neu geschaffen werden, wie zum Beispiel die CO2-bezogene Kfz-Steuer.“

Die Aussteller hätten sich für die AMI auf einen hohen Beratungsbedarf eingerichtet. Messe-Chef Wolfgang Marzin gibt sich optimistisch: „Die AMI ist die einzige Messe in Deutschland, die von der Abwrackprämie unterstützt wird.“ Im vorigen Jahr hatte die AMI die Rekordzahl von 293 000 Besuchern erreicht.

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