Kurzarbeit bei TUI Deutschland vereinbart

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Schwäbische Zeitung

Hannover (dpa) - Angesichts der einbrechenden Nachfrage müssen sich 1600 Mitarbeiter des Reiseveranstalters TUI in Deutschland von Mai an auf Kurzarbeit einstellen. TUI Deutschland hat sich mit dem Konzernbetriebsrat auf ein Modell zur geplanten Kurzarbeit geeinigt.

Das teilte das Touristik-Unternehmen am Samstag in Hannover mit. Demnach müssten alle Mitarbeiter sowie 200 für das Unternehmen tätige Arbeiter einer eigenen Zeitarbeitsfirma von Mai 2009 an vier Monate lang gut zehn Prozent weniger arbeiten. Der Zeitraum dafür sei bis Januar 2010 frei wählbar. Jeder Beschäftigte soll in dem Zeitraum acht freie Tage bekommen und dafür auf 2,8 bis 5 Prozent seines Nettolohns verzichten. Eine entsprechende Konzernvereinbarung sei inzwischen unterzeichnet worden.

Bereits Anfang März hatte die TUI Pläne zur Kurzarbeit bestätigt. Die Geschäftsführung hatte die Notwendigkeit dazu mit sinkender Nachfrage begründet. Für die wichtige Sommersaison waren die Buchungen um elf Prozent eingebrochen. Zuvor hatte die TUI bereits die Kapazitäten für den Sommer um 14 Prozent reduziert, um profitabel zu bleiben. Bislang hatte es im Zuge der Finanzkrise hauptsächlich im produzierenden Gewerbe Kurzarbeit gegeben.

In einer gemeinsamen Erklärung der Geschäftsführung und des Konzernbetriebsrates hieß es, man sei sich einig, dass Kurzarbeit ein sinnvolles Instrument zur wirtschaftlichen Stabilisierung und zur Sicherung von Arbeitsplätzen sei. Geschäftsführung und leitende Angestellte verzichten nach der Einigung bei gleichbleibendem Arbeitsumfang freiwillig auf fünf Prozent der monatlichen Grundvergütung.

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