Krise trifft Gütertransport hart

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Der Konjunktureinbruch hat zum Ende des vergangenen Jahres auch den Güterverkehr auf der Schiene nach unten gezogen.

Im Dezember 2008 ging die transportierte Menge im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag berichtete. Im Gesamtjahr wuchs die Gütermenge aber im Vergleich mit 2007 noch um 2,8 Prozent auf 371,3 Millionen Tonnen. Kürzere Wege sorgten jedoch dafür, dass die in Tonnenkilometern gemessene Transportleistung nur um 0,9 Prozent stieg.

Die Zuwächse gab es im Binnen- und Transitverkehr, während die Transporte für den Import und Export jeweils sanken. Auf der Schiene wurden im Vergleich zu 2007 deutlich mehr Erze und Metallabfälle (plus 15,8 Prozent) gefahren. Auch die Menge der Mineralölerzeugnisse wuchs deutlich um 9,4 Prozent auf 38,1 Millionen Tonnen. In ähnlichen Dimensionen konnte auch der Containerverkehr zulegen - und zwar um 9,6 Prozent auf 66 Millionen Tonnen.

Zum Jahresende war hier aber auch der Einbruch mit einem Minus von 12 Prozent im Jahresvergleich des Dezembers besonders deutlich. Rückgänge im Gesamtjahr gab es unter anderem bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Kohle und Düngemitteln.

Im Durchschnitt waren die Güter 311,5 Kilometer auf der Schiene unterwegs, was 1,9 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. Wenig überraschend ist die Aussage der Statistik, dass Transporte vom Ausland ins Ausland (Transit) mit durchschnittlich 637,2 Kilometern mehr als doppelt so weit unterwegs waren.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen