Kein echter Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik

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Kein echter Ausstieg
Kein echter Ausstieg
Andreas Knoch Von Andreas Knoch

Die europäischen Währungshüter um EZB-Chef Mario Draghi steuern langsam, ganz langsam zum Ausgang zu. Die Furcht, zu stark auf die Bremse zu treten, ist dabei mit Händen zu greifen. Läuft alles nach Plan, ist mit dem Ankauf von Anleihen am Jahresende zwar Schluss. Ein echter Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik ist das aber nicht.

Zum einen haben sich die Zentralbanker genügend Hintertürchen offengehalten, um notfalls doch wieder zurückzurudern. Zum anderen – und das ist weitaus wichtiger – will die EZB den Bestand der aufgekauften Anleihen im Volumen von bisher 2,5 Billionen Euro in ihren Büchern halten. Fällig werdende Staats- und Unternehmenspapiere werden also durch neue ersetzt.

Schätzungen der Notenbank zufolge trifft das in den nächsten zwölf Monaten auf ein Volumen von rund 180 Milliarden Euro zu. Die Geldschwemme der EZB bleibt dem Euroraum damit noch länger erhalten.

a.knoch@schwaebische.de

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