Kammern übernehmen Soforthilfeprogramm

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 Die Soforthilfe richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens und beträgt für drei Monate insgesamt bis zu 90
Die Soforthilfe richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens und beträgt für drei Monate insgesamt bis zu 9000 Euro für berechtigte Soloselbstständige sowie Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. (Foto: Stephanie Pilick/dpa)

Die Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern werden von Mittwoch an das Soforthilfeprogramm des Landes für betroffene Unternehmen in der Corona-Krise umsetzen. Das teilte der baden-württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) am Dienstag in Stuttgart mit. Die Kammern würden die Prüfung der Anträge auf Soforthilfe übernehmen. Diese könnten ab Mittwochabend online gestellt werden.

Das Beantragungsverfahren soll in zwei einfachen Schritten ablaufen: Zunächst sollen voraussichtlich ab Mittwochabend die Antragsformulare beim Wirtschaftsministerium online abrufbar sein. Diese Anträge können dann – ebenfalls ab Mittwochabend – in einem zweiten Schritt über einen Upload auf der eigens dafür eingerichteten Internetseite der Kammern (www.bw-soforthilfe.de) eingereicht werden – die jeweils zuständigen Kammern übernehmen die Bearbeitung.

„Die Verunsicherung bei den Handwerksbetrieben ist enorm“, sagt Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold. „Auch bei Betrieben, die noch geöffnet sein dürfen, brechen Umsätze weg, Aufträge werden storniert oder für die kommenden Wochen nicht mehr erteilt.“ Dazu komme die Sorge um das Personal und das ständige Risiko einer Betriebsschließung.

„Corona ist für die Südwestwirtschaft rasend schnell zum absoluten Prüfstein geworden“, stimmt BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke zu. Viele Betriebe seien im Stillstand und bräuchten sofort Unterstützung. Kosten liefen weiter, Fachkräfte müssten bestmöglich gehalten werden. „Unsere Kammern haben alle Kräfte mobilisiert, um morgen in die Umsetzung bei den Soforthilfen zu gehen.“

Die Soforthilfe richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens und beträgt für drei Monate insgesamt bis zu 9000 Euro für berechtigte Soloselbstständige sowie Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. Darüber hinaus gibt es Hilfen von bis zu 15 000 Euro für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und bis zu 30 000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

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