IWF sieht schärfsten Wirtschaftseinbruch seit 1945

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Deutsche Presse-Agentur

Die Weltkonjunktur erlebt nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds in diesem Jahr den dramatischsten Einbruch seit dem Zweiten Weltkrieg.

Das globale Wachstum stürze 2009 auf lediglich 0,5 Prozent ab, heißt es im aktualisierten Weltwirtschaftsausblick des IWF, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Industrienationen sieht der Fonds in die tiefste Rezession der Nachkriegszeit rutschen. Dort werde die Wirtschaftsleistung um 2 Prozent schrumpfen. Für Deutschland erwartet der IWF ein kräftiges Minus von 2,5 Prozent.

Für 2010 rechnet der Weltwährungsfonds dank der Maßnahmen von Regierungen und Notenbanken mit einer „schrittweisen Erholung“ der globalen Konjunktur und einem Wachstum von 3 Prozent. Ein vergleichsweise kräftiges Plus von 1,6 Prozent sagt der IWF im kommenden Jahr für die USA voraus, die Ausgangspunkt der Finanzmisere war. In Deutschland und der Eurozone sei lediglich ein hauchdünnes Wachstum von knapp über Null zu erwarten.

Der Fonds beziffert die erwarteten Verluste durch Kredite und entsprechende Vermögenswerte, die im Zusammenhang mit dem Einbruch auf dem US-Immobilienmarkt stehen, unterdessen auf 2,2 Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro). Im Oktober lag die Schätzung noch bei 1,4 Billionen Dollar. Die Banken werden voraussichtlich noch mehr Kapital benötigen, da weitere Verluste zu erwarten seien, heißt es im ebenfalls aktualisierten Bericht zur globalen Stabilität der Finanzmärkte des Weltwährungsfonds.

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