Infineon leidet unter Rezession und Qimonda

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Deutsche Presse-Agentur

Der Halbleiter-Konzern Infineon hat im ersten Geschäftsquartal schwer unter der Wirtschaftsflaute und der Insolvenz der Speicherchip-Tochter Qimonda gelitten. Der Umsatz brach binnen drei Monaten um 28 Prozent auf 830 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen in München mitteilte.

Die acht von der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten hatten allerdings mit lediglich 801 Millionen Euro gerechnet. Das Ergebnis der fünf Segmente rutschte in der Folge mit 102 Millionen Euro ins Minus. Im Wesentlichen durch eine Rückstellung für mögliche Schäden aus der Qimonda-Insolvenz lag der Verlust unterm Strich bei 404 Millionen Euro. Im Vorquartal hatten Qimonda-Lasten den Verlust allerdings nach angepassten Zahlen auf 884 Millionen Euro anschwellen lassen, operativ hatte Infineon jedoch 59 Millionen Euro verdient.

Trotz der Annahme, dass sich die Marktlage im zweiten Quartal weiter verschlechtert, steht Infineon zu seiner Jahresprognose, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Konzernchef Peter Bauer geht von einem Erlösrückgang von 15 Prozent sowie roten Zahlen aus.

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