Industrieproduktion in Deutschland bricht ein

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Deutsche Presse-Agentur

In Deutschland ist die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe zu Jahresbeginn deutlich stärker eingebrochen als befürchtet. Im Januar sei die Gesamtproduktion preis- und saisonbereinigt um 7,5 Prozent zum Vormonat gesunken, berichtete das Wirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin.

Volkswirte hatten überwiegend ein Minus von 3 Prozent veranschlagt. Der Rückgang im Vormonat wurde mit 3,9 Prozent allerdings etwas schwächer als bislang mit 4,6 Prozent ausgewiesen. Im Vorjahresvergleich brach die Produktion um 22,8 Prozent ein, nachdem sie im Vormonat um 7,3 Prozent geschrumpft war.

Auch für die kommenden Monate signalisiere die anhaltende Auftragsschwäche eine stark gedämpfte Produktion, erklärte das Ministerium. Vor allem in der Industrie hat sich die Lage weiter verschlechtert. Die Erzeugung im Baugewerbe dürfte den Angaben zufolge im Januar auch durch die Witterung beeinflusst worden sein, während sich die Konsumgüterproduktion vergleichsweise gut behauptet habe. Im Industriesektor lag das Minus zu Jahresbeginn bei 8,4 Prozent, im Baugewerbe bei 7,8 Prozent. Die Hersteller von Konsumgütern verringerten ihre Produktion zum Vormonat indes nur leicht um 0,4 Prozent.

Im Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) sank die Gesamtproduktion um 9,4 Prozent. Ausschlaggebend war vor allem der kräftige Rückgang der Industrieproduktion um 10,6 Prozent, während die Erzeugung im Baugewerbe leicht um 1,9 Prozent zulegen konnte. Die Produktion im Konsumgüterbereich stagnierte nahezu mit plus 0,2 Prozent. Zum Vorjahr sank die Gesamtproduktion im Zweimonatsvergleich um 15,3 Prozent.

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