HeidelbergCement plant Verkäufe in Milliardenhöhe

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Deutsche Presse-Agentur

Der Baustoffhersteller HeidelbergCement will im Zuge seines Schuldenabbaus in den kommenden zwei Jahren Beteiligungen im Gesamtwert bis zu zwei Milliarden Euro verkaufen.

Dabei gehe es um Aktivitäten, die nicht zum Kerngeschäft gehörten oder die geografisch weit entfernt seien, betonte Vorstandschef Bernd Scheifele am Donnerstag in Heidelberg. Als Beispiele nannte er unter anderem das Stahlröhrengeschäft in den USA oder Beteiligungen in Westafrika.

Das Unternehmen, das zur angeschlagenen Merckle-Gruppe gehört, ist seit der Übernahme des britischen Konkurrenten Hanson im Jahr 2007 stark verschuldet und sucht Investoren. Derzeit spreche man mit potenziellen Investoren, sagte Finanzvorstand Lorenz Näger. Es gebe aber noch keine Ergebnisse zu vermelden. Scheifele verteidigte den Hanson-Kauf, der aus strategischen Gründen richtig gewesen sei. Er betonte, das Unternehmen erwarte 2009 Rückgänge bei Umsatz und operativem Ergebnis. Eine genaue Prognose wollte er nicht abgeben.

2008 hatte der Baustoffkonzern seine Nettoverschuldung deutlich gesenkt. Die Verbindlichkeiten seien um 3 auf 11,6 Milliarden Euro zurückgegangen, sagte Scheifele. Dazu beigetragen hätten unter anderem der Verkauf der Baustoffgruppe Maxit für gut 2,12 Milliarden Euro sowie eine Kapitalerhöhung. 2008 stieg der Umsatz wegen der Hanson-Übernahme von 10,86 Milliarden Euro auf 14,18 Milliarden Euro.

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