Hartmann-Gruppe vermeldet im Jubiläumsjahr Rekordumsätze

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Schwäbische Zeitung

Der Hersteller von Wundauflagen und Inkontinenzprodukten Paul Hartmann hat im 200. Jahr seines Bestehens Rekordumsätze vermeldet und 2017 erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro beim Umsatz geknackt. Wie Unternehmenschef Andreas Joehle am Dienstag am Produktionsstandort Herbrechtingen mitteilte, seien die Erlöse im vergangenen Geschäftsjahr um 3,6 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro gestiegen. Alle Geschäftsbereiche seien gewachsen.

Andreas Joehle (Foto: dpa)

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich dagegen um 0,6 Prozent auf 138,2 Millionen Euro verringert. „Neben dem Einmaleffekt aus dem Zukauf von Lindor ist dies auf den Preisdruck und höhere regulatorische Anforderungen zurückzuführen“, sagte Joehle. Hartmann hatte bereits Ende des vergangenen Jahres seine Ergebnisprognose für 2017 reduziert. Unter dem Strich - also nach Zinsen und Steuern - stieg der Gewinn allerdings um vier Prozent auf 93,7 Millionen Euro.

Für 2018 rechnet das Unternehmen, das mehr als 7400 Mitarbeiter an elf Produktionsstandorten weltweit beschäftigt, mit einem weiteren „moderaten Umsatzanstieg“. Wegen anstehender Investitionen in neue Produkte und höhere Effizienz werde das Betriebsergebnis aber erneut niedriger ausfallen.

Keine Informationen machte das Unternehmen, wer CEO Andreas Joehle am Jahresende nachfolgen wird. Der seit 2013 amtierende Vorstandschef hatte 2017 angekündigt, seinen Vertrag aus persönlichen Gründen nicht über das Jahr 2018 hinaus verlängern zu wollen.

Die Hartmann-Aktionäre werden im Jubiläumsjahr mit einer konstanten Dividende von sieben Euro je Aktie am Unternehmenserfolg beteiligt.

 

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