Eurostärke bremst Aesculap

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Ein Aesculap-Mechaniker beim Prüfen eines Kniegelenks: Gute Geschäfte in China, Deutschland und Japan.
Ein Aesculap-Mechaniker beim Prüfen eines Kniegelenks: Gute Geschäfte in China, Deutschland und Japan. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Der Tuttlinger Medizintechnikhersteller Aesculap hat im vergangenen Jahr den Umsatz um 3,6 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro gesteigert. „Es war ein befriedigendes Wachstum in einem anspruchsvollen Umfeld“, sagte Vorstandschef Joachim Schulz am Dienstag in Tuttlingen. Währungsverluste durch den starken Euro hätten Aesculap rund ein Prozent des Umsatzes gekostet, so Schulz - ein Effekt, der auch im laufenden Jahr zu Buche schlage.

Explizite Angaben zum Gewinn machte Schulz nicht. Nur soviel: Von den vier Sparten des B.-Braun-Konzerns sei Aesculap bei den Erlösen zwar nur die zweitgrößte, liefere aber einen annähernd gleich großen Ergebnisbeitrag wie die größte Sparte Hospital Care ab.

Besonders gut lief das Geschäft den Angaben von Schulz zufolge in China, Deutschland und Japan. Produktseitig habe vor allem die Angioplastie (Katheter, Stents) und das Kerngeschäft mit chirurgischen Instrumenten Freude bereitet. In diesen Bereichen habe das Umsatzwachstum deutlich über dem der anderen Aesculap-Sparten gelegen.

Im laufenden Jahr plant Schulz mit Zuwächsen bei Umsatz und Ergebnis und konstanten Wechselkursen „zwischen fünf und sieben Prozent“. Außerdem soll der Kostenanstieg „deutlich gebremst“ werden, was Schulz angesichts des Tarifabschlusses in der Metall- und Elektroindustrie als ambitioniert bezeichnete. Beides zusammen könne zu einem zweistelligen Ergebnisplus führen.

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