Dresdner-Bank Chefs lassen sich Abschied vergolden

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Die Vorstände der Dresdner Bank haben 2008 trotz hoher Verluste Millionen kassiert. Insgesamt beliefen sich die Bezüge der zeitweise neun Vorstände auf rund 58 Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des von der Commerzbank übernommenen Instituts hervorgeht.

Fast die Hälfte - rund 24 Millionen Euro - waren dabei Abfindungen. Der Vorstand der Dresdner Bank war nach der Übernahme komplett ausgetauscht worden. Ex-Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter erhielt für sein vorzeitiges Ausscheiden eine Abfindung in Höhe von 3,6 Millionen Euro.

Die Vorstände anderer Banken hatten wegen des Einstieg des Staates oder der Finanzkrise deutliche Einbußen hinnehmen müssen. Der gesamte Vorstand der Commerzbank verdiente nur einen Bruchteil dessen, was die Dresdner-Bank-Manager bekommen haben. Die Vergütung der Commerzbank-Manager fiel 2008 um zwei Drittel auf 4,3 Millionen Euro.

Wegen der Staatshilfe darf keines der Vorstandsmitglieder mehr als 500 000 Euro verdienen, außerdem müssen sie auf Bonuszahlungen verzichten. Selbst die elf Allianz-Vorstände verdienten 2008 weniger als die Manager der ehemaligen Tochter. Ihre Gesamtbezüge sanken um 32 Prozent auf 26,3 Millionen Euro.

Die Mitarbeiter der Investmentbank Dresdner Kleinwort waren zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil sie trotz des Verlusts nicht auf vereinbarte Boni im Gesamtvolumen von rund 400 Millionen Euro verzichten wollen. Der Chef der Investmentbank Stefan Jentzsch und Ex-Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter hatten daraufhin verkündet, auf Bonuszahlungen verzichten zu wollen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen