Dieter Zetsches letzte Bilanz: Daimler schließt 2018 mit Gewinneinbruch ab

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Dieter Zetsche
Dieter Zetschen ist der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG. (Foto: Britta Pedersen / DPA)
Ressortleiter Wirtschaft

Bei seinem letzten Auftritt bei einer Bilanzpressekonferenz als Chef des Autobauers Daimler muss Dieter Zetsche erstmals seit 2014 wieder sinkende Gewinne des baden-württembergischen Traditionskonzerns präsentieren. Obwohl Daimler Absatz und Umsatz steigerte, schloss das Unternehmen das Geschäftsjahr 2018 mit niedrigeren Ergebnissen als im Jahr zuvor ab. Der operative Gewinn sank um 22 Prozent auf 11,132 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 29 Prozent auf 7,582 Milliarden Euro. Der Umsatz ist dagegen in den vergangenen zwölf Monaten leicht um zwei Prozent auf 167,362 Milliarden Euro gestiegen.

„Für Daimler war 2018 ein Jahr mit starkem Gegenwind. Das hat sich in unseren Ergebnisse und unserem Aktienkurs niedergeschlagen“, sagte Zetsche am Mittwoch in Stuttgart. „Trotzdem haben wir dem Gegenwind standgehalten und sind bei zentralen Zukunftsthemen substanziell vorangekommen.“ Das verdanke Daimler nicht zuletzt dem starken Kerngeschäft. „Für alle Divisionen gilt: Ein profitables Geschäft ist die Voraussetzung, um auch künftig in neue Technologien und Produkte investieren zu können.“ Die Probleme, die dem Konzern zu schaffen gemacht haben, seien vor allem der Dieselstreit, die Umstellung auf das neue Testverfahren WLPT und der globale Handelsstreit gewesen. Zetsche übergibt den Posten des Daimler-Vorstandschefs im Frühjahr an Daimler-Entwicklungsvorstand Ola Källenius.

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