Deutsche Post fährt Milliardenverlust ein

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Deutsche Presse-Agentur

Die Deutsche Post hat erstmals in ihrer jüngeren Geschichte einen hohen Verlust eingefahren. Im vergangenen Jahr verbuchte der Konzern ein Minus von fast 1,7 Milliarden Euro.

Der hohe Verlust kam vor allem durch das seit Jahren defizitäre US-Geschäft und den Fehlbetrag bei der Tochter Postbank zustande, berichtete der Vorstand am Mittwochabend. Dennoch sollen die Aktionäre eine Dividende erhalten. Sie soll mit 60 Cent je Aktie allerdings niedriger ausfallen als für das Jahr 2007, als die Post noch einen Gewinn von 1,38 Milliarden Euro ausgewiesen hatte und eine Dividende von 90 Cent ausschüttete. Der Post-Vorstand will für 2008 auf Bonuszahlungen verzichten.

„Wir gehen davon aus, dass das Jahr 2009 für die gesamte Logistikbranche ein sehr hartes Jahr werden wird“, sagte Post-Chef Frank Appel. Mit Sparmaßnahmen und einer neuen „Strategie 2015“ will Appel nach vorne blicken und sein Haus neu ausrichten. Einzelheiten sollen im März bekanntgegeben werden. Bis Ende 2010 soll mindestens eine Milliarde Euro eingespart werden. Weitere Erläuterungen zu den Zahlen will der Vorstand heute geben.

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