Deutsche Bahn: Verpflichtung zum Gemeinwohl

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Wolfgang Mulke
Wolfgang Mulke (Foto: Privat)
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In der Politik hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass mehr Verkehr auf der Schiene ein Mittel gegen den Verkehrsinfarkt ist. Die Forderung ist alt, Investitionen zur Umsetzung haben die Regierungen nicht bereitgestellt. Das könnte sich ändern.

Die Vision 2030: Bahnkunden werden zu Hause mit einem Shuttle abgeholt und zum Bahnhof gebracht. Dort verbinden moderne Züge im Stundentakt alle größeren Städte in Deutschland. Der Nahverkehr hält wieder an kleineren Orten in der Provinz. Auf den Autobahnen nimmt der Lkw-Verkehr nicht mehr weiter zu, weil Güter verstärkt auf der Schiene transportiert werden. Diese zusätzlichen Verkehre werden möglich, weil wichtige Trassen digitalisiert werden und das Netz von mehr Zügen gleichzeitig genutzt werden kann, die auch noch meist pünktlich fahren.

Nur mit milliardenschweren Investitionen wird dies Wirklichkeit werden. Die Große Koalition kann hier sofort ein Zeichen setzen und den Worten Taten folgen lassen. Ein wichtiger symbolischer Schritt wäre die Verpflichtung der Bahn zum Gemeinwohl, statt zum Gewinnmaximieren.

wirtschaft@schwaebische.de

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