Dax beendet den März in ruhigem Fahrwasser

Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Foto: Fredrik von Erichsen / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Dax hat eine weitere Bestmarke um drei Punkte verpasst. Mit 15.008,34 Punkten ging der Dax prozentual unverändert über die Ziellinie.

Der Leitindex behauptete sich damit knapp über der Marke von 15.000 Punkten, die er am Vortag erstmals übersprungen hatte. Dank seiner Rally in den vergangenen Wochen beendete er das erste Quartal 9,4 Prozent höher. Im März hat er allein fast 9 Prozent gewonnen.

Der MDax bewegte sich am Mittwoch über weite Strecken relativ klar im Plus, mit der Schlussauktion drehte er aber knapp mit 0,03 Prozent auf 31.717,36 Punkte in die Verlustzone. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx ging es um 0,2 Prozent nach unten. In Paris wurde ein ähnlich geringes Minus verzeichnet, der Markt in London hingegen rutschte deutlicher ab.

Gespannt warten die Anleger nun auf eine Ansprache des US-Präsidenten Joe Biden, von der sie sich am Abend mehr Details zum angepeilten Infrastrukturpaket in Billionenhöhe erhoffen. „Im Wesentlichen dürfte das zusätzliche Wachstum, das aus diesem Plan kommt, an den Börsen bereits eingepreist sein“, dämpfte Altmann die Erwartungen.

Am europäischen Aktienmarkt drehte sich das Bild vom Vortag, als die Papiere von Banken, Versicherern und Autokonzernen besonders gefragt waren. So verloren etwa die VW-Aktien nun 0,8 Prozent. Anleger setzten nun auf die am Vortag gemiedenen Sektoren mit defensivem Charakter, darunter vor allem Energie-Aktien. RWE wurden mit einem Anstieg um 3,2 Prozent zum Dax-Spitzenreiter.

Ein weiterer Gewinner war dr Chipkonzern Infineon, dessen Papiere ihr Plus im Tagesverlauf auf 1,7 Prozent ausbauten. Als Treiber galt hier die am Mittwoch aufgehellte Stimmung bei den Technologiewerten in New York. Während sich der Dow Jones Industrial dort zuletzt nur wenig vom Fleck bewegte, verzeichnete der Nasdaq-100-Index eine kräftige Erholung.

Ein großer Verlierer waren im Kleinwerte-Index die Aktien von ElringKlinger mit einem Kursrutsch um sieben Prozent.

Auf der positiven SDax-Seite schlugen die Aktien des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Süss Microtec um mehr als elf Prozent nach oben aus. Nach ermutigenden Zahlen zur Auftragslage erreichten sie mit 26,65 Euro den höchsten Stand seit 2002.

Der Euro stabilisierte sich auf seinem niedrigsten Kursniveau seit fünf Monaten, zuletzt wurden 1,1737 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zwischenzeitlich auf 1,1725 (Dienstag: 1,1741) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8529 (0,8517) Euro.

Am Rentenmarkt beruhigte sich international die Lage. Die Kurse deutscher Bundesanleihen bewegten sich am Mittwoch nur wenig und so verharrte die Umlaufrendite auf minus 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,01 Prozent auf 144,70 Punkte. Der Bund-Future legte 0,05 Prozent auf 171,28 Punkte zu.

© dpa-infocom, dpa:210331-99-38231/7

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Sparschwein auf Werbematerial und Informationsbriefen zur Riester-Rente: Der Bund der Versicherten befürchtet fatale Konsequenze

Riester-Rente steht vor dem Aus: Dramatische Rentenkürzungen drohen

Eine kleine gesetzliche Änderung sorgt für Wirbel. Das Bundesfinanzministerium (BMF) will den Garantiezins bei Lebensversicherungen vom 1. Januar 2022 an absenken. Statt bisher 0,9 Prozent dürfen die Anbieter ihren Kunden nur noch 0,25 Prozent zusagen.

„Die Anpassung leistet einen wichtigen Beitrag, im Interesse der Versicherten die langfristige Stabilität der Lebensversicherung zu unterstützen“, erläutert eine Sprecherin des BMF. Die Verordnung dazu werde in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Impftermin-Ampel: Schwäbische.de muss Service leider einstellen

Wochenlang hat die Impftermin-Ampel Menschen bei der Buchung von Impfterminen unterstützt. Die große Beliebtheit bringt das Konzept aber an technische Grenzen - das hat nun Konsequenzen.

Das Problem: In Deutschland wird endlich gegen das Corona-Virus geimpft - und viele Menschen wollen einen Impftermin. Doch der Impfstoff ist knapp, die Buchung eines Termins glich vor allem zu Beginn der Impfkampagne einem Glücksspiel.

Um Menschen auf der Suche nach einem Impftermin zu helfen hat Schwäbische.

„Das ist eine große Wundertüte“: Auch die Lindauer Praxen wissen nicht, wie viele Impfdosen sie pro Woche bekommen. Das erschwer

Corona-Newsblog: Zu wenig Impfstoff - Lindaus Hausärzte fühlen sich „ausgebremst“

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 31.500 (392.632 Gesamt - ca. 352.100 Genesene - 8.981 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 8.981 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 160,8 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 246.200 (3.044.

Mehr Themen