Commerzbank startet gut - " Jahr wird dennoch schwer"

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Deutsche Presse-Agentur

Die Commerzbank rechnet trotz eines guten Starts mit einem schwierigen Jahr 2009. „Im Januar 2009 hatten wir, insbesondere getragen durch das Zins- und Handelsergebnis, einen guten Start“, sagte Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz in Frankfurt.

„Aber wir müssen realistisch sein: 2009 wird nochmals ein sehr schwieriges Jahr. Wir werden weiter konjunkturelle Belastungen sehen, die aber 2010 wieder abnehmen sollten.“ Im Schlussquartal 2008 hatte die Commerzbank die Talfahrt beschleunigt und tiefrote Zahlen geschrieben.

Unter dem Strich sei in dem Zeitraum wegen der Zuspitzung der Krise ein Verlust von 809 Millionen Euro angefallen - nach einem Gewinn von 201 Millionen Euro im Vorjahr, teilte die seit kurzem teilverstaatlichte Bank mit. „Das vierte Quartal war eines der schwersten der Commerzbank“, sagte Vorstandssprecher Martin Blessing. Vor allem das Immobiliengeschäft und das Investmentbanking setzten der Bank zu, beide schlossen das vierte Quartal wie auch das Gesamtjahr mit einem Verlust ab.

Im Gesamtjahr hielt sich die Commerzbank mit drei Millionen Euro gerade noch in der Gewinnzone, nachdem sie im Vorjahr den Rekordwert von 1,9 Milliarden Euro verdient hatte.

Ihren Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern zahlt die Bank für das abgelaufene Jahr keinen Bonus. Die Mitarbeiter bekämen eine individuelle Anerkennung für geleistete Mehrarbeit. Auch die Aktionäre gehen leer aus: Für das abgelaufene Jahr will das Institut, das vom Staat mit Kapital in Höhe von insgesamt 18,2 Milliarden Euro gestützt wird, wie erwartet keine Dividende ausschütten.

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