Commerzbank fasst faule Wertpapiere zusammen

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Deutsche Presse-Agentur

Die Commerzbank fasst intern faule Wertpapiere aus ihrem Investmentbanking zusammen. Es handele sich aber keineswegs um eine „Bad Bank“, erklärte ein Sprecher in einer Reaktion auf einen entsprechenden Artikel der Zeitung „Handelsblatt“.

Die Papiere verblieben schließlich in der Bilanz der Commerzbank. Mit dem Schritt würden nichtstrategische Portfolios reduziert, Spezialisten könnten sich besser um die komplizierte Abwicklung der Problempapiere kümmern.

Der Sprecher bestätigte zudem, dass die neue Einheit von dem 41- jährigen Restrukturierungsexperten Vijay Radhakishun geleitet wird, der dieses Geschäft schon bei der übernommenen Dresdner Bank verfolgte. Die Personalie deutet laut „Handelsblatt“ darauf hin, dass es der zweitgrößten Bank in Deutschland vor allem um die schnelle Verwertung der komplexen Wertpapiere gehe.

Commerzbank-Chef Martin Blessing hatte der Zeitung zufolge am Donnerstagabend auf einer Veranstaltung in Frankfurt gesagt, er halte nichts von einer zentralen Bad Bank. Lösungen müssten eher institutsspezifisch sein. Der Commerzbankchef sprach sich grundsätzlich dafür aus, eine Lösung für die von Abwertungen geplagten Staatsanleihen zu suchen. Massiv betroffen hiervon ist das Staatsfinanzierungsgeschäft der Tochter Eurohypo. Die Commerzbank wird bereits massiv vom deutschen Staat gestützt.

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