Citigroup wieder mit Gewinn - Dennoch weitere Hilfen

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Deutsche Presse-Agentur

Die US-Regierung bereitet sich laut einem Zeitungsbericht auf weitere Hilfen für die schwer von der Krise gebeutelte US-Großbank Citigroup.

Es gehe darum, vorsorglich eine Notfallplanung für mögliche weitere Finanzlöcher aufzustellen, aktuell seien keine neuen Probleme absehbar, schrieb das „Wall Street Journal“ am Dienstag unter Berufung auf informierte Personen. Der Konzernchef der teilverstaatlichten Bank, Vikram Pandit, betonte unterdessen in einem Brief an die Belegschaft, die Geschäfte der Citigroup liefen so gut wie seit dem dritten Quartal 2007 nicht mehr, sie sei in den beiden ersten Monaten des Jahres vor Sonderposten profitabel gewesen.

Die Citigroup hatte 2008 knapp 28 Milliarden Dollar Verlust geschrieben. Sie gehört damit zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Ende Februar musste der Staat wieder Milliarden in die Hand nehmen, um die Bank vor dem Untergang zu retten und beteiligt sich inzwischen mit bis zu 36 Prozent direkt an dem einst weltgrößten Finanzkonzern. Die Citigroup-Aktie fiel in den vergangenen Tagen zeitweise unter die Marke von einem Dollar. Nach Pandits Äußerungen legte das Papier mehr als 31 Prozent auf 1,38 Dollar zu.

Pandit versuchte, die Bedeutung des Aktienkurses herunterzuspielen. Der Aktienpreis sei kein Indikator für die finanzielle Stärke der Bank. Er sehe den Buchwert der Aktie bei 3,82 Dollar. Die derzeit laufende Umwandlung von staatlichen Vorzugsaktien in Stammaktien belaste das Papier. Nach der Ende Februar angekündigten Umwandlung von Vorzugsaktien in Stammaktien, bei der neben dem Staat noch zahlreiche private Investoren mitmachen, werde das Eigenkapital wie bereits bekannt bei rund 81 Milliarden Dollar liegen. Die Bank wäre dann nach Darstellung Pandits vergleichsweise gut mit Kapital ausgestattet.

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