Chinesischer Investor erwägt Qimonda-Übernahme

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Deutsche Presse-Agentur

Der chinesische Halbleiterhersteller CSMC hat einem Pressebericht zufolge Interesse am insolventen deutschen Speicherchip-Hersteller Qimonda.

„Die verhandeln schon seit einigen Monaten miteinander“, zitiert das Magazin „WirtschaftsWoche“ in seiner aktuellen Ausgabe einen Brancheninsider. Ein Sprecher von Insolvenzverwalter Michael Jaffé wollte den Bericht auf Anfrage nicht näher kommentieren und wiederholte lediglich frühere Aussagen, wonach derzeit in Asien mit potenziellen Investoren gesprochen werde. „Es gibt mehrere Kontakte.“ Ende vergangener Woche waren Mitarbeiter Jaffés sowie ein Team der Infineon-Tochter nach Hongkong geflogen.

Der Chef des Infineon-Aufsichtsrates, Max Dietrich Kley, hatte im Gespräch mit der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag) ebenfalls von Verhandlungen mit einem Investor aus der chinesischen Provinz gesprochen. Der Interessent habe über ausreichendes Kapital verfügt und sei am Aufbau einer Halbleiterfabrik in China interessiert gewesen, sagte Kley. Infineon sei seit der Insolvenz am 23. Januar aber nicht mehr in die Gespräche eingebunden.

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