Brexit treibt Firmen nach Deutschland

Lesedauer: 2 Min
Baukräne
Insgesamt ist laut GTAI Deutschland ein beliebter Investitionsstandort für ausländische Unternehmen. Symbolbild: Jens Kalaene/Archiv (Foto: Jens Kalaene / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Im vergangenen Jahr haben sich so viele ausländische Unternehmen neu in Deutschland angesiedelt wie nie. 2062 Firmen bauten nach Zahlen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft German Trade and Invest (GTAI) Kapazitäten in Europas größter Volkswirtschaft auf oder aus.

Die meisten Investitionsprojekte kamen nach den offiziell veröffentlichten Zahlen aus den USA mit 345. Auf den Plätzen folgten Schweizer Firmen (229 Projekte), chinesische Unternehmen (188) und Unternehmen aus dem Vereinigten Königreich (168). Über die Zahlen hatte zuvor die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Während der Brexit Firmen nach Deutschland treibt, scheint der deutsche Markt für chinesische Investoren rauer geworden zu sein: Die Zahl der britischen Firmengründungen stieg seit dem Votum zum Austritt des Landes aus der EU im Sommer 2016 um 34 Prozent. Die Zahl der chinesischen Firmenansiedlungen sank im gleichen Zeitraum um 33 Prozent.

Insgesamt sei Deutschland „ein beliebter Investitionsstandort für ausländische Unternehmen“, bilanzierte GTAI-Geschäftsführer Robert Hermann. „Besonders hervorzuheben ist, dass nie zuvor so viele britische Firmen sich in Deutschland angesiedelt haben wie im vergangenen Jahr.“

Etwa ein Drittel der ausländischen Unternehmen konzentriert ihr Engagement in Deutschland zunächst auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten, 17 Prozent der Firmen nutzen den Angaben zufolge Deutschland als Produktions- und Forschungsstandort.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen