Brache Grundstücke verteuern

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Brache Grundstücke verteuern
Brache Grundstücke verteuern (Foto: Roland Rasemann)

Bisher ist die Bremse blockiert. Nun versucht die Regierung, sie gängig zu machen. Ob die neue Regelung die Wohnungsmieten aber dämpfen kann, bleibt abzuwarten. Mit ihrem Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse geht die große Koalition ziemlich vorsichtig heran.

Mehr Transparenz der Mietpreise, weniger Modernisierungsumlage. Das mag den Mietern helfen. Aber auch die Immobilienbesitzer können damit leben. Sie profitieren in diesen Jahren von der relativen Knappheit an Wohnungen in Ballungsräumen, die die Mieten und auch die Hauspreise stark steigen lassen. Angesichts der vielerorts wachsenden Gewinne aus Immobilien hätte die Koalition den Hauseigentümern etwas mehr zumuten können. Politisch jedoch ist das nicht durchzusetzen, denn beide Seiten haben ihre Lobbybataillone in Stellung gebracht.

Angesichts der Markt- und Gefechtslage besteht der beste Weg darin, mehr Wohnungen zu bauen. Nicht zuletzt preisgünstige Sozialwohnungen werden gebraucht. Dafür sollten Bund, Länder und Gemeinden zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen und außerdem dafür sorgen, die Planungen zu beschleunigen. Auch über eine höhere Grundsteuer, die brachliegende Grundstücke verteuert, sollte man nachdenken.

wirtschaft@schwaebische.de

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